VÉRTES LÁSZLÓ: UNTERSUCHUNGEN AN HÖHLENSEDIMENTEN / Régészeti Füzetek II/7. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1959)

V. DIE UNGARLÄNDISCHEN HÖHLENSEDIMENTE

„118­In jenem Teil der Höhle, wo sich die Schichten anhäuften, konnten die äusseren Klimaschwankungen nur in allerminimalstem Grad ihre Wirkung entfalten. Höchstens die Veränderungen des Jahresmittels der Temperatur können einen in­tensiveren Ausdruck finden, mit Frostwirkung könnenwir hier nicht rechnen. Trotz­dem gibt es in den Schichten reichlich Schutt, der der Form nach auf Frostwirkung schliessen liesse. Die Charakterzüge-besonders im Falle der zwei würmzeitlichen Proben - entsprechen im grossen Ganzen jenen Entstehutgsverhältnissen, die auf Grund der Fauna angenommen werden können. In gewisser Hinsicht weichen sie jedoch von den in der Nähe von Höhle neingängen gewohnten Sedimenten ab: ihr CaCOg-Gehalt ist geringer:, sie enthalten weniger Kalkschutt, was auch in der Stel­le, die sie in den Dreieck-Diagrammen einnehmen, zum Ausdruck kommt; endlich ist der Prozentsatz des korrodierten Schuttes höher. Aus alldiesen Abweichungen können wir darauf schliessen, dass der grösste Teil des Materials dieser Ausfül­lungen allochton ist, der autochtone Kalkschutt fehlt aus ihnen, und dass sie zur Zeit, als sie eben die Oberfläche der Schicht bildeten, dem chemischen Verwitterungs­prozess weniger unterworfen waren. Die ganze Masse der Ausfüllung ist im "Fle­dermaus-Saal" wahrscheinlich bereits in sekundärer Position. Sie mochte sich ur­sprünglich in der Nahe zum Einganges angehäuft haben, und rutschte von dort in den tiefer liegenden, sackartigen Raum, oder mochte vom Wasser dorthin ge­schwemmt worden sein. Die Schichtenverhältnisse jener Höhlen, die bereits früher detailliert publi­ziert wurden, wollen wir hier nur ganz flüchtig berühren: Inder ISTÁLLÓSKŐER HÖHLE wurde eine ca. 3 m mächtige rötliche Schich­tenfolge freigelegt, deren einzelne Schichten nur in Farbennuancen und im Kalk­schuttgehalt voneinander abweichen ( 16 5 ). Die Schichten reihe entstand zwischen dem Ende des kontinentalen Abschnittes des W 1 und dem ozeanischen Abschnitt des W 2. Die Ausfüllung des "Anfang des W l/2-Interstadials" und des ariden Ab­schnittes am Ende derselben Vereisung waren besonders gut wahrzunehmen (Abb. 34-a 43.) In der PESKŐ -HÖHLE wurde die Ausfüllung desselben Zeitalters gefunden. Infolge einer glücklichen Übereinstimmung waren in der unmittelbar daneben lie­genden Petényi-Höhle Schichten, die jünger als das W l/2 Interstadial waren. Die Untersuchungsergebnisse der zwei Höhlen konnten miteinander parallelisiert wer­den: so gelang es, die Daten einer typischen Schichtenreihe vom W 1 bis zur Ge­genwart zu verfolgen (50.). (Abb. ).

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