SZ. BURGER ALICE: ÁLDOZATI JELENET PANNÓNIA KÖEMLÉKEIN / Régészeti Füzetek II/5. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1959)

Auszug

- 37 ­! AUSZUG Auf Grabsteinen, die aus dem römerzeitlichen Transdanubien stammen, haben wir bisher nur selten Darstellungen des klassischen «Totenmahls» gefunden. Umso häufiger erscheinen jedoch Grabsteine, auf denen im schmalen Streifen zwischen dem Hauptbild­feld und der Inschrift Opferszenen dargestellt sind. Die Darstellung besteht aus einem Tripus in der Mitte, dem sich von beiden Seiten das Camilius-Camilla-Paar nähert. In der bisherigen Forschung wurden diese zwei Szenen verschiedenen Ursprun­ges und verschiedener Bedeutung nicht sorgfältig voneinander abgesondert. Wir hahett in dieser Arbeit die Darstellungen von Opferszenen speziell untersucht. Im pannonischen Steindenkmalmaterial erscheint die Opferszene - in ihrer primi­tivsten Form - am Ende des 1. Jhs. n. d. Zw. Proportionen, Formen, besonders aber die Ausführung sind zu dieser Zeit noch sehr primitiv. Die diesem Zeitabschnitt zuge­hörenden Grabsteine wurden insbesondere in der Umgebun^ion Szentendre. Aquincum, Gyermely, Tatabánya, Tárnok und Sztálinváros gefunden. Auf diesen Grabsteinen er ­scheint die Tracht der Eingeborenen, und den Opferszenen sthliessen sich auch Wa­genszenen ans wir betrachten sie als Nachlass der Eravisker._Dieser Typ der Grab ­steine überlebt die Wende des 1-2. Jhs.{ im folgenden hält die Kunstfertigkeit der La­piciden in immer höherer:- Form mit den Ansprüchen der eingeborenen Besteller Schritt. Die Verfertiger jener Grabsteine, die Anfang des 2. Jhs. geschnitzt wurden, halten sich nur teilweise an eine Steinmetztraditionen, die im Geschmack der der Eingebore ­nen entsprachen. Die Wagendarstellungentfiel von den sepulchralen Szenen, wahrend die Opferszene fast unverändert auch weiterhin dagestellt wurde. Von diesem Teitpunkt an können wir eine gewisse Lockerung im Stil der Steindenkmäler erwähnten Typs be­obac Ilten. Neue Elemente bereichern den Musterschatz. Es escheint die Darstellung, rdes Kindes, zwischen den Eltern stehend. Das Kind wird aber nur kleiner als die Gesichts­züge übereinstimmen immer mit denen der Eltern. An beiden' Seiten der Opferszene er­scheinen in separaten kleinen Nischen Darstellungen des Attis. An diesen Steindenkmä­lern der Übergangszeit erscheint am frühesten die Formel «DM» anstatt der bisher an­gewandten Formel«HSE». Die sorgfältig ausgeführte Frauentracht ist ein Beweis dafür , wie sehr die Einwohnerschaft an der traditionellen Tracht hing. In Aquincum konnten wir in den ersten Jahrzehnten des 2. Jhs. bereits eine Stein­metzwerkstätte nachweisen, die sicher und ausschliesslich nur für die Collegien arbei­tete. Das Musterbuch dieser Werkstätte hatte tiefen Einfluss auf die kleineren Werkstätten und Meister. Wir kennen viele Steindenkmäler mit Opferdarstellungen, die unter Einfluss des Musterbuches dieser collegialen Werkstätte entstanden sind. Wir können dreierlei Opferszenen unterscheiden: 1 / In grösster Anzahl fanden wir Grabsteine, beidenen die Darstellung der Opfers­zene so gelöst wurde, dass im schmalen Band zwischen dem Hauptbildfeld und der In­schrift der Tripus und das Dienerpaar angedeutet werden. Dieses Steindenkmalmaterial, das die grösste der drei Gruppen bildet, erscheint in der Hauptsache auf Grabtafeln, die in Aquincum und dessen Bereich, später in den Komitaten Komárom und Fejér herge­stellt wurden. Die Darstellungsweise wurde vom Ende des 1. Jhs. bis Ende des 3. Jhs. sehr häufig auf Grabsteinen von Eingeborenen und römischen Bürgern (manchmal auch von Soldaten) angewandt. 2/ In Pannonién erscheinen auch Steindenkmäler, deren dargestellte Szene avei­fellos eine kultische Handlung festhält. Sie stehen wahrscheinlich mit einer, dem Magna­Mater-Kybele-Kult zugehörenden Szene in Zusammenhang. 3/ Die dritte Gruppe der Opferdarstellungen endlich bilden die sacralen Szenen.die an den Aediculawänden angebracht sind.

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