ERDÉLYI ISTVÁN: A JÁNOSHIDAI AVARKORI TEMETŐ / Régészeti Füzetek II/1. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1958)

TARTALOMJEGYZÉK

4 stellt wurden, 2/ in wasfür Formen und Wie der Guss selbst erfolgte. Bei der Untersu­chung der Gürtelbeschläge in den Gräbern 1, 4, 7, 6, 30, 221 konnte diesbezüglich das folgende festgestellt werden, wobei die Feststellungen auch von praktischen Versuchen unterstützt sind. Zum Giessen wurden wahrscheinlich Sandformen benützt. Heutzutage wird die-, Verformung in einem Metallrahmen vorgenommen, doch ist es denkbar, dass früher auch Holzrahmen gebraucht wurden. Der feuchte Sand wurde gestaucht, wobei erst die eine, dann die andere Seite des Modells in separaten Rahmen ausgearbeitet wurde. Nach Entfernung des Modells wurden die zwei Formhälften aufeinander gelegt und ausgetrocknet, dann wurde das Metall durch die im voraus geschnittene Einguss­stelle gegossen« Das Modell selbst mochte meistens aus Holz gewesen sein, die auf Tat XLVI1 und XLII dargestellten Funde aus Tiszadezs sind dafür gute Beispiele. Die genaue Untersuchung des Gusses zeigt, dass die avarischen Gürtelbeschläge trotz mancher Übereinstimmungen in der Form, nicht in Serien hergestellt wurden. Das keramische Materia l des Jänoshidaer Gräberfeldes ist, im Gegensatz zu den abwechslungsreichen Knochengeräten und den reichen Bronzefunden, entschieden ärm­lich. Keramik gab es nur in 17 Gräbern (Grab 13, 19. 41, 61, 67. 71. 76, 91, 108,142, 150. 176, 190, 204, 208, 216). S, Tat XLVI. Es gibt unter ihnen mit Wellenlinien ver­zierte Gefässe, doch bedeutender sind die in Grab 108 gefunden gelben Teller und Hen­kelkrug aus feinem Material Sie sind für das 8. Jh. charakteristisch. Ihr Verbritungsge­biet kann ausserhalb Ungarns bis zum Don und zum Dnjepr verfolgt werden (s. AH Unsere Beobachtungen am Gräberfeld- sowohl betreffs der Riten, wie auch der Beigaben - zeigen, dass das Gräberfeld im 7-8 Jh. in Gebrauch stand. Der Beginn der Bestattungen ist auf das zweite-dritte Dezennium des 7, Jhs, zu datieren. In der dazu gehörigen Siedlung mochten in je einer Generation 50-60 Leute leben. Die Verbreitung der einzelnen Fundtypen, besonders der- reichen Gürtelbeschläge innerhalb des Gräber­feldes weist darauf hin, dass die «Familienoberhäupte» mit ihren Gürteln mit Greifen und Rankenverzierung von den übrigen Mitgliedern der Familien abgesondert, eine genügend geschlossene Gruppe bildend, nebeneinander liegen. Während diese ''Familienoberhäupter früher mitsamt ihren Waffen bestattet wurden, wurden sie später Waffenlos beigelegt. Bei letzteren erscheint auch die Bestattung neben der Frau. In diesem Absoriderungsprozess* können wir vielleicht das Entstehen der Sippenaristokratie, die Verstärkung der Macht des Familienoberhauptes sehen (cf, Karte des Gräberfeldes). XIX 104-124), K -

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