Mesterházy Károly (szerk.): AZ 1997. ÉV RÉGÉSZETI KUTATÁSAI / Régészeti Füzetek I/51. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 2001)

Árpád-kor

d. h. 21,8 m 2. Über dem von den Schwaben angelegten Gehboden (230,44 m über dem bal­tischen Meeresspiegel) kam eine Steinrippe zum Vorschein, die einst zum Gewölbe der Sakristei gehört haben dürfte. Die Stoßfiäche der aus weichem Kalkstein gehauenen Rippe, die frühgotische Kennzeichen aufwies, hatte ein V-Profil. Ihr Radius umschließt einen Bogen von 2,47 m. Ähnliche Rippen mit keilförmigem Profil sind in den an der Wende des 13. und 14. Jahrhundertes gebauten Kirchen (Sopron, St.-Jakab- /HI.-Jakob-/Kapelle), bzw. in Buda in den Häusern Nr. 40 in der Úri- und Nr. 6. in der Orszäghäz-Straße bekannt. Die­se Steinrippe bestimmt das Alter der Kirche mit quadratischem Chorabschluß, da sie gleich­zeitig mit der Sakristei gebaut wurde. Demgemäß wurde sie frühestens an der Wende des 13. und 14. Jahrhunderts errichtet. Beachtet man aber auch die sonstigen Details, ist es wahrscheinlicher, daß es irgendwann um Anfang des 14. Jahrhunderts geschah. Der von Budakeszi ähnliche Kirchen mit annähernd quadratischem Schiff, Westturm und quadrati­schem Chrorabschluß und einer Sakristei an dessen nördlichen Seite tauchen im Gebiet des mittelalterlichen Ungarn beinahe überall auf. Einige Beispiele sind: Túrán (Turany, Korn. Túrócz, Slowakei), Jánosi (Jánovce, Kom. Gömör, Slowakei), Körtvélyes (Spissky HruSov, Kom. Szepes, Slowakei), Bakabánya (Pukanec, Kom. Hont, Slowakei), Gánóc (Kom. Szepes, Slowakei), Nemesgomba (Hubice, Kom. Pozsony, Slowakei), Nagylomnic (Velká Lomnica, Kom. Szepes, Slowakei) und Egregy. An der westlichen Seite der Kirche wurde der Chor auf zwei Pfeilern nicht nur in Budakeszi, sondern auch in Dovallö (Dovalo, Korn. Liptó, Slowakei), Zsegra (Zehra, Kom. Szepes, Slowakei) gebaut, und das ist auch bei der ohne Turm stehenden Kirche bzw. bei den Ruinen von Alsödörgicse und Mindszentkálla­Kereki zu beobachten. Solch einen Chor gab es in Bakabánya, Jánosi, Körtvélyes und Túrán. In der Mitte des Schiffes von Zsegra und Poprád (Deutschendorf, Poprad, Korn. Szepes, Slowakei) stand ein Pfeiler - wie in der Kirche von Budakeszi - gegenüber dem Westportal. Der Chor der Kirche von Budakeszi ragte etwa 3 m lang nach vom. Er ruhte an der nördlichen und südlichen Kirchenmauer auf je einem Pfeiler und in der Mitte auf zwei Pfeilern, die voneinander in einem Abstand von ca. 220-230 cm standen. Der Gehboden der zu dieser Zeit stehenden Kirche zog sich 229,62 m über dem baltischen Meeresspiegel. Der Sockel eines in situ gefundenen halbkreisförmigen Mauerpfeilers in der Halbierungslinie des Kirchenschiffes beweist dieses Niveau. Das mittelal­terliche Gewölbe des Schiffes stürzte auf dieses Niveau ab. Das Niveau des Kirchhofes wird durch die Linie be­stimmt, an der das Funda­ment der Stützpfeiler den un­teren Rand der Quadersteine der aufgehenden Mauer tref­fen (229,57 m über dem bal­tischen Meeresspiegel). An der Wende des 15. und 16. Jahrhunderts wurde die Kirche wieder erweitert. Diesmal errichtete man einen gotischen Chor, der beinahe so lang war wie das frühere Schiff (Abb. 4). Die Mauern . „. , . , , . , , . . , , des neuen Chores bestanden Abb. 4: Die Kirche Anfang des 16. Jahrhundert (Autnahme, „ , , , . -7 • u c j c au s lormlosen kleinen, in Zeichnung: Endre Egyed) 130

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