Patay Pál: Kupfzerzeitleiche Siedlung von Tiszalúc. (Inventaria Praehistorica Hungariae 11; Budapest, 2005)

4. Das Fundmaterial - 4.1. Metallfunde

4. FUNDMATERIAL 4.1. METALLFUNDE 4.1.1. Kupfergegenstände Bei der Ausgrabung fanden sich 13 Kupfergegen­stände: Meißel. Lag in Grube 47/A. Sein Körper hatte run­den Querschnitt und endet an einer Seite in einer schmalen Schneide und an der anderen in einem vom Gebrauch ganz leicht ausladenden Nacken. L 17 cm. Inv.-Nr. 80.3.186 (Taf. 1.2). Meißel. Gefunden in Grube 411/A. Viereckiger Querschnitt, Nacken vom Gebrauch ausladend gewor­den. L 13 cm. Inv.-Nr. 96.10.1 (Taf. 1.1). Messer. Lag in Segment 8, in Graben 8/B, der später als die Siedlung ist, also nicht in der ur­sprünglichen Umgebung. Etwa deltoid, aber die Rän­der des vermutlich in einem Griff steckenden Schaftes gebogen. Spitze etwas beschädigt. L 9,3 cm. Inv.-Nr. 77.8.159 (Taf. 1.7). Messerfragment, Schaft. Stammt aus Grube 79/A. Ränder leicht gebogen. L 3,4 cm Inv.-Nr. 80.11.297 (Taf. 1.10). Messer. Lag in Grube 209/A. Sein spitz endender Schaft ist relativ lang, mehr als die Hälfte der Länge. Die Klingenspitze ist beschädigt. L 7,3 cm. Inv.-Nr. 85.4.215 (Taf. 1.9). Messer. Fand sich in Segment 235 in zweiter Spa­tentiefe. Lorbeerblattförmig, Spitze und Schneide beschädigt. L 4,8 cm. Inv.-Nr. 87.6.606 (Taf. 1.8). Pfriem. Gefunden in Segment 126. Viereckiger Querschnitt, endet am einen Ende spitz, am anderen wie ein Meißel in ganz schmaler Schneide. L 12,8 cm. Inv.-Nr. 83.35.218 (Taf. 1.4). Pfriem. Lag in Grube 353/A. Viereckiger Quer­schnitt, beide Enden spitz. L 16,6 cm. Inv.-Nr. 89.2.86 (Taf. 1.5). Pfriem. Lag in Grube 358/A. Viereckiger Quer­schnitt in der Mitte, beide Enden spitz. L 9,9 cm. Inv.­Nr. 89.2.318 (Taf. 1.3). Pfriem. Lag in Grube 381/B. Viereckiger Quer­schnitt, beide Enden spitz. L 4,7 cm. Inv.­Nr. 89.2.1051 (Taf. 1.6). Pfriem. Gefunden in Grube 251/B. L 6,5 cm. Inv.­Nr. 92.1.287. Draht. In Segment 369 wurden zwei gebogene Stücke eines Drahtes mit 0,3 cm Dm gefunden. L 7,7 und 8,9 cm. Inv.-Nr. 89.2.609 (Taf. 1.11). Das in Tiszalúc gefundene Kupferwerkzeug ist aus der Kupferzeit des Karpatenbeckens gut bekannt. Durch mehrere authentische Funde wissen wir, daß in der Hochkupferzeit Meißel verwendet wurden. Der bedeutendste ist der aus dem Hortfund von Szeged­Sziller, den die mit ihm zusammen gefundenen drei kupfernen Äxte, das kupferne Flachbeil, der Kup­ferpfriem und der Rohkupferklumpen zweifellos als hochkupferzeitlich datieren und als Hinterlassenschaft der Bodrogkeresztúr­Kultur bestimmen. 104 Ebenfalls der Bodrogkeresztúr-Kultur zuzurechnen ist der Meißel aus dem Grab von Mezősas-Vajdalapos, eben­falls zusammen mit kreuzschneidiger Axt, Meißel und Kupferarmring gefunden, 105 sowie noch einige wahrscheinlich Grab- und Hortfunde. 106 Ein Exemp­lar aus Tiszalúc, im übrigen nicht zeitgleich mit den obigen, unterscheidet sich insofern von ihnen, daß sein Körper nicht viereckig, sondern rund ist. Hin­zugefügt sei aber, daß auch im mit dem von Tiszalúc zeitgleichen Gräberfeld áebastovce ein (vielleicht aus einem gestörten Grab stammender) kleiner Meißel (L 7,8 cm) gefunden wurde, 107 ähnlich dem aus Grab 53 des Gräberfeldes der Bodrogkeresztúr-Kultur in Fényeslitke bekannten. 108 Die Bedeutung der Meißel von Tiszalúc besteht darin, daß sich aus ihnen schließen läßt, wie das in der Hochkupferzeit blühende, große Geräte erzeugende PULSZKY 1881; vgl. PATAY 1984, 21, Nr. 10 PATAY 1943b, 138, 140, Taf. L.5; vgl. PATAY 1984, 22, Nr. 12 Dorog und Kisvárda. - PATAY 1984 21, Nr. 2 und 7 älSKA 1972, 122, Abb. 34.7 PATAY 1969, 38, Taf. IX.7; vgl. PATAY 1984,21, Nr. 9

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