Patay Pál: Kupfzerzeitleiche Siedlung von Tiszalúc. (Inventaria Praehistorica Hungariae 11; Budapest, 2005)

2. Die Siedlung - 2.5. Herde

und regelloser Form zwischen den Häusern 11 und 18 bzw. Gebäude 19 fand sich in deren S-Teil ein Herd (Abb. 64). Dies war der tiefste Teil der Grube, 170 cm ' w-. '&aBk fP á^t »w ^fr V^Sr* • ; V V:^­'./.'gl* J' "f Abb. 64 Feuerstelle in Grube 168/A unter der heutigen Oberfläche. Der Herd lag, etwas nach N abgesenkt, 40-60 cm oberhalb der Gruben­sohle. Seine Kanten waren beschädigt, so daß die Maße nicht mehr genau bestimmt werden konnten, aber der Durchmesser betrug mehr als 100 cm. Die am wenigsten beschädigte O-Kante war höher; vermutlich hatte er einen Rand gehabt. Den O-Teil der ur­sprünglichen gestrichenen und durchbrannten Lehmplatte bedeckte eine andere gestrichene und durchbrannte Lehmplatte, die aber nicht bis zur Mitte des Herdes reichte. Dieser war also mit ihr teilweise repariert worden. Mit der Zeit wurde auch der ganze Herd renoviert, denn 3 cm über dem N- und 7 cm über dem S-Teil lag eine dritte durchbrannte Lehmplatte (Abb. 65). 10 cm unter der ursprünglichen Platte zog Inv.-Nr.: 86.12.565-575 Inv.-Nr.: 86.12.521-563 sich eine stark rußige Schicht in der Füllerde der Grube hin, in der ansonsten Fragmente der für die Hunyadi halom-Kultur typischen Keramik (Scheiben­Abb. 65 Querschnitt der Feuerstelle in Grube 168/A henkel- und Hohlfußgefäße, grobflächige Gefäße mit Fingereindruckrand usw.) lagen. 96 Aber ebensolche Keramikfragmente (z. B. von Blasenbauchtasse, Scheibenhenkel-, Kegel stumpf-, Hohlfußgefäßen usw.) 97 fanden sich auch in der Füllerde der Grube oberhalb der Feuerstelle. Diese wurde folglich geraume Zeit nach der Niederlassung am Fundort geschaffen, als die Lehmbeschaffungsgrube schon zu etwa einem Drittel mit Abfall gefüllt war. Längere Zeit hindurch wurde sie benutzt, repariert und erneuert, aber wahrscheinlich noch vor Aufgabe der Siedlung aufgelassen, denn die Grube hat sich auch oberhalb von ihr mit hochkupferzeitlichen Abfallen gefüllt. Ebenso gab es einen Herd am W-Rand der Siedlung in Grube 451/A, 13 m vom Umzäunungsgraben ent­fernt. Dieser war jedoch mit 50 cm Durchmesser klei­ner und bestand nur aus einer gestrichenen und durchbrannten Lehmplatte. Sie lag 46 cm unterhalb der heutigen Oberfläche in der 138 cm tiefen Gmbe, also 92 cm oberhalb ihrer Sohle. Unter ihr lagen in der Füllerde Scheibenhenkel-, grobflächige Gefäße mit Fingereindruckrand usw., 98 also Keramikfragmente der Hunyadi halom-Kultur. Die Situation war hier folglich dieselbe wie bei Grube 168/A. In einer mit 7,5 m 2 rela­tiv großen, aber noch nicht völlig mit Abfällen ge­füllten Grube war ein Herd geschaffen worden. Inv.-Nr.: 92.1.665-689

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