Patay Pál: Kupfzerzeitleiche Siedlung von Tiszalúc. (Inventaria Praehistorica Hungariae 11; Budapest, 2005)
Beilagen - 3. Pfostenspuren der Hausgrundrisse
ihren beiden Enden schließen sich im rechten Winkel je eine recht lückenhafte Pfostenspurreihe an. Die Lücken sind teilweise auf Grube 300/A, 287/A und 288/A zurückzuführen. Auf der N-Seite zeigen sich fünf und auf der S-Seite acht (oder neun) Pfostenspuren, neben einer befindet sich innen und neben einer anderen außen die Spur eines Stützpfostens. Möglicherweise stellen sechs (?) Pfostenspuren parallel zur W-Wand eine Trennwand dar. Die O-Wand ist nur durch zwei Pfostenspuren vertreten, wenn diese nicht zum Gebäude L gehören. Die Breite des Gebäude an der W-Wand war 4,3 m, die Länge vielleicht 9,7 m. Gebäude L (Abb. 58). Teils auf dem Gebiet von Gebäude K kann auch ein anderes gestanden haben, dessen Achse allerdings N-S gerichtet war. In der Abb. 58 Gebäude L südlichen Querwand fanden sich sieben Pfostenspuren (4-10), aber am W-Ende der Reihe waren drei (1-3) nicht zu entdecken. Von den Pfostenspuren in der WLängswand sind sieben als zum Gebäude gehörig zu betrachten, die südlichste von ihnen war doppelt. In der etwas gebogenen Linie der O-Wand zeigten sich sechs Pfostenspuren (einschließlich des SO-Eckpfostens) mit unterschiedlichen Zwischenräumen, aber die Linie endete im N in Grube 296/B. Zugleich können aber die beiden nördlichsten Pfostenspuren auch zur O-Wand des Gebäudes K gehören. Die Breite (etwa in der Mitte des Gebäudes) kann 6 m gewesen sein. Gebäude M (Abb. 59). Das O-Ende eines kleineren Gebäudes fand sich neben Haus 17. In der N-Wand unterbrochen von Grube 290/A - standen fünf Pfosten, in der S-Wand waren nur drei zu erkennen. In der O-Wand werden ursprünglich fünf (einschließlich der Abb. 59 Gebäude M Eckpfosten) gestanden haben, Nr. 2 war aber nicht zu entdecken. Die Breite des Hauses betrug 4,2 m. Gebäudereste X (Abb. 60). Nahe beieinander liegende vier N-S- und zwei W-O- Pfostenspurreihen unterschiedlicher Länge zeugen von dortigen Gebäuden, ohne daß die Grundrisse rekonstruiert werden konnten oder auch nur festgestellt werden konnte, welche zu demselben Gebäude gehörten. * Der Grundriß der meisten aufgeführten Gebäude zeugt von einem in zwei Räume geteilten rechteckigen Haus. Zweifelsfrei konnte von 15 festgestellt werden, das dies der Fall war. 63 Von ihnen zeichneten sich alle vier (oder nur drei) Außenwände klar und in so großem Maße ab, daß aus ihnen die Maße des Hauses bestimmt werden konnten. Zwar waren durch AbraZweifelsfrei festzustellen war dies bei Haus 1, 3-4, 7, 10, 12-13, 17-18, 20, 25 und 27-30.