Patay Pál: Kupfzerzeitleiche Siedlung von Tiszalúc. (Inventaria Praehistorica Hungariae 11; Budapest, 2005)
Beilagen - 3. Pfostenspuren der Hausgrundrisse
Haus 27 (Abb. 42). Es lag teilweise auf demselben Gebiet wie Haus 26 und zeichnete sich mit Ausnahme der O-Wand recht lückenhaft ab. Von der N-Wand finden sich im Bereich des O-Raumes fünf Pfostenspuren, bei der von O her gerechneten zweiten befand sich innen eine und bei der dritten zwei kleinere Haus 28 (Abb. 43). Ein sehr kleines Gebäude. Die Wände zeichneten sich gut ab, doch sind die Pfostenspuren lückenhaft. In der N-Wand gab es vermutlich elf Pfosten, aber die Spur ist nur von Nr. 2, 3 und 5-8 zu erkennen, wobei Nr. 7 zugleich Trennwandpfosten war. Neben Nr. 3 befand sich an der Innenseite Abb. 42 Haus 27 Abb. 43 Haus 28 Pfostenspuren (Stützpfosten?). Vermutlich ist auch die Spur vom NW-Eckpfosten (Nr. 1) vorhanden (der zugleich auch der Pfosten 1 der W-Wand war). Von der S-Wand waren nur fünf ziemlich regellos angeordnete Pfostenspuren (einschließlich des SO-Eckpfostens) zu erkennen, neben einer die Spur eines Stützpfostens (?). Dagegen zeichneten sich alle sieben Pfostenspuren der O-Wand ab (in nicht ganz gerader Linie). Von der W-Wand sind drei oder vier Pfostenspuren bekannt (falls eine nicht zu Haus 26 gehört). An der entsprechenden Stelle der Trennwand sind ohne die mit den Längswänden gemeinsamen - zwei große, eine kleine und eventuell eine mittelgroße Pfostenspur in recht unregelmäßiger Verteilung erhalten. Eine der zwischen den beiden großen liegende Pfostenspur kann zu einer schwach gebogenen Pfostenreihe im kleineren Raum des Hauses gehören; fraglich ist, ob die Pfostenreihe zum Haus gehörte; trifft das zu, so teilte sie den kleineren Raum. Das Haus war 10,8 m lang und 5,2 m breit. eine weitrere Pfostenspur. Die Pfosten der S-Wand standen nicht mit denen der N-Wand symmetrisch. Vorhanden sind 1-4 und nach einem größeren Zwischenraum noch vier (vermutlich 6-9). Am O-Ende der Wand fehlen die Eckpfostenspur (Nr. 11) und die von Nr. 10. Aufgrund der Gebäudegröße hatten die Querwände nur fünf Pfosten, in der O-Wand fehlen die Spuren beider Eckpfosten. In der W-Wand wurden nur die von Nr. 2, 3 und 5 gefunden, dagegen gibt es eine zwischen der fehlenden NW-Ecke und Pfosten 2. Von der Trennwand waren alle fünf Pfostenspuren erhalten. Die Länge des Hauses betrug 8,1 m (4,9 + 3,2 m), die Breite an der Trennwand 4,1 m. In beiden Räumen gab es eine Pfostenspur in der Mitte, ob sie aber zum Haus gehören, war nicht zu entscheiden. Haus 29 (Abb. 44). Wenn nicht Grube 334/A an der Stelle der O-Wand und Grube 317/A auf der SWEcke lägen, würde auch der Grundriß dieses Hauses zu den im vollständigsten Zustand erhaltenen gehören.