Patay Pál: Kupfzerzeitleiche Siedlung von Tiszalúc. (Inventaria Praehistorica Hungariae 11; Budapest, 2005)

Beilagen - 3. Pfostenspuren der Hausgrundrisse

ihm wahrscheinlich gleichgroße Haus 9, aber es ließ sich nicht feststellen, welches früher gebaut worden war. Der Grundriß von Haus 8 zeichnete sich sehr mangelhaft ab; am vollständigsten die S-Seite, an der 14 Pfosten gestanden haben können, von denen sich Nr. 1-6 und 11-14 abzeichneten. Von der N-Wand konnten jedoch wegen Grube 138/B und 103/A nur die Spuren von Pfosten 7-10 und 12-13 registriert werden. Die Querwände fielen wahrscheinlich mit den entsprechenden Wänden von Haus 9 zusammen, weswegen die Pfostenspuren nicht erkannt werden konnten, oder sie reichten nicht bis in den Untergrund. Die Trennwand setzte wahrscheinlich beim Pfosten 11 der Längswände an, aber in ihrer Linie zeigten sich nur drei Pfostenspuren und zwei von ihnen auch so nahe beieinander, daß die eine entweder nicht zur Trennwand gehört haben kann oder die Pfosten nicht zur gleichen Zeit aufgestellt worden waren (da der Pfosten nicht mehr trug, wurde er durch einen anderen ersetzt). Das Haus kann 12,3 m lang gewesen sein (wovon auf den W-Raum 7,6 und auf den O-Raum 4,7 m fielen). Seine Breite war in der Mitte, bei Pfos­ten 6 der Längswände, 6,1 m. Haus 9 (Abb. 24). Es stand auf derselben Stelle ­mit Verschiebung von 60-80 cm nach S - wie Haus 8, 0 3M I 1 I Abb. 24 Haus 9 aber es ließ sich nicht feststellen, welches früher ge­baut worden war. Seine Form zeichnete sich zwar ab, aber wegen Grube 138/A und mehrerer Gräber - und sicher, weil mehrere Pfosten nicht bis zum Untergrund reichten - sind die Pfostenspuren der Wände recht lückenhaft. In der Linie der S-Wand zeichneten sich mit Unterbrechungen neun Pfostenspuren ab (Nr. 1, 4, 5, 8-13), während es in der N-Wand, an deren W­Ende Grab 223 und 224 sowie Grube 138/B und am O-Ende Grab 180 liegen, nur sieben waren, Nr. 7-11 und 13-14. In der W-Wand sind sechs Pfostenspuren zu erkennen, Nr. 1 tauchte wegen Grab 223 und 224 nicht auf. In der O-Wand können dagegen auf der N­Seite vier Pfostenspuren (Nr. 1-4) als zum Haus ge­hörig betrachtet werden. (Die riesige, 70 cm große Pfostenspur fast in Wandlinie und eine ähnliche in der Mitte vom O-Raum können nicht als zum Haus ge­hörig gelten.) An der Stelle von Pfosten 3 zeichneten sich - ebenso wie bei einem Pfosten in der Trennwand von Haus 8 - zwei Flecken nebeneinander ab. So hat auch dort ein Verstärkungspfosten gestanden oder war der frühere durch einen neuen ersetzt worden. In der Linie der Trennwand, die von Grab 205 und 206 un­terbrochen wird, zeigten sich außer den gemeinsamen mit den Längswänden noch drei Pfostenspuren ab (Nr. 3-5). Zwissen Pfosten 4 und 5 gab es noch eine Pfostenspur, die entweder nicht zur Trennwand ge­hörte oder den ursprünglichen Pfosten ersetzte. Die Länge des Hauses betrug 12,3 m (die des W-Raumes 7,7, die des O-Raumes 4,4 m), seine Breite (an der Trennwand) 5,9 m. Haus 10 (Abb. 25). Obwohl sich mehrere Pfos­tenspuren der Wände nicht im Untergrund zeigten, zeichnete sich der Grundriß genau ab. Von den 15 Pfosten der N-Wand standen Nr. 5 und 6 in Grube 94/B, Nr. 8 und 9 hatte ein Schützengraben aus dem Zweiten Weltkrieg vernichtet und Nr. 11 Grab 174. Aber auch Nr. 15, der NO-Eckpfosten, zeigte sich nicht, ebensowenig wie Nr. 1 der S-Wand, d. h. der SO-Eckpfosten (sicher reichten sie nicht bis in den Untergrund), wenn letzterer nicht genau in der Linie der W-Wand, sondern weiter innen in der Nähe vom südlichen Pfosten 2 gestanden hatte. Nicht zu verifizieren waren Pfosten 3, 9, 10 und 13 der S­Wand, während Nr. 5 wegen Grab 156 und Nr. 11 wegen Grab 163 fehlen. Außer dem NO-Eckpfosten der O- und dem SW-Pfosten der W-Wand sind die übrigen je sechs Pfostenspuren alle erhalten. An der Stelle von Pfosten 4 und 6 der O-Wand gab es zwei bzw. drei Pfostenspuren dicht nebeneinander. Wahrscheinlich hatte man hier - der größeren Sta­bilität halber - schon ursprünglich je zwei Pfosten eingeschlagen oder verfaulte durch neue ersetzt. Möglicherweise gab es zwei Verstärkungspfosten

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