Éva Garam: Katalog der awarenzeitlichen Goldegegenstände und der Fundstücke aus den Fürstengräbern im Ungarischen Nationalmuseum. (Catalogi Musei Nationalis Hungarici. Seria Archeologica 1; Budapest, 1993)
KATALOG DER AWARENZEITLICHEN GOLDGEGENSTÄNDE UND DER FUNDSTÜCKE AUS DEN FÜRSTENGRÄBERN IM UNGARISCHEN NATIONALMUSEUM - STRUKTUR DES KATALOGS - Katalog
Erste Hälfte des 7. Jh. HAMPEL 1897, 314, 10; HAMPEL 1905, III. T. 43,10. 69. UNBEKANNTER FUNDORT goldener Fingerring (Taf. 36. 2) 88/1874.2. N 252 4,55 g „Aus Kosten des Ungarischen Nationalmuseums von den Geschwistern Krausz erworben" Schmaler Bandring, seine Enden verbreitern sich zu einer dem Kopf des Ringes ähnlichen Form. Der Kopf ist rhombusförmig, etwas zusammengedrückt, am Rande Perldraht, an den Spitzen Blechkugeln, in der Mitte eine niedrige, rhombusförmige Zelle, in deren Mitte eine zerdrückte runde Zelle ohne Stein. Erste Hälfte des 7. Jh. HAMPEL 1905, III. T. 51, 7; HAMPEL 1905, III. T. 263, 7a-b (als aus Szentendre stammend mitgeteilt) 70. UNBEKANNTER FUNDORT goldener Halsring (Taf. 36. 3) 126/1887. N 446 8,28 g Ankauf: von Jakab Krausz, 1887 Aus tordiertem Draht. Das eine Ende brüchig, das andere zur Schlinge gebogen. 7. Jh. GARAM 1984,92, Abb. 3.1. 71. UNBEKANNTER FUNDORT goldene Verzierung (Taf. 36. 4) 85.1.1. N880 7,18 g (mit Silberplatte und Masse) Ankauf: von István Ács, 1985 Grundlage der Verzierung ist eine vierblättrige Silberplatte mit brüchigem Silberdorn in der Mitte. Der Oberteil besteht aus rosettenförmig gepreßtem Blech, innen mit einer weißlichen Masse ausgefüllt. Der Rand der Goldplatte ist auf die Silberplatte zurückgebogen. Der obere Teil ist mit Granulation verziert. awarenzeitlich? 9. Jahrhundert? erste Mitteilung 72. UNBEKANNTER FUNDORT (sogenannte PRÓNAY-Agraffe) goldene Agraffe (Taf. 37) 71.29.1. (In der Neuzeitlichen Abteilung) Ankauf: von Jozefa Prónay, 1971. Die Agraffe hatte in der Mitte des 19. Jh. Gábor Prónay von einem Pester Juwelier gekauft. Prónay ließ die Agraffe umarbeiten und in der Mitte der Gürtelkette eines ungarischen Galaanzugs anbringen. Die Grundplatte der Agraffe ist rund. In der Mitte sitzt in viereckigem Rahmen ein in der Gegenwart geschliffener Topas. Die Einfassung war - wie aus dem Abdruck der Rückseite ersichtlich ist - ursprünglich rund, und wurde im vorigen Jahrhundert für den vierekkigen Stein zur viereckigen Form umgearbeitet. Um den Stein herum zum Rand hin fortschreitend in konzentrischen Kreisen Perldraht, Reihe echter Perlen, Reihe gewölbter und dreieckförmiger Zellen ohne Steine, wiederum Perlendrahtreihe, dann Reihe echter Perlen. Am Rande der Agraffe eine Reihe blecherner Kugeln, die durch Perldraht miteinander verbunden sind. Die unverzierte Rückplatte der Agraffe ist in der Mitte leicht gebaucht, hinter der Kugelreihe aber etwas eingekrempelt. Die Nagelköpfe der drei, bzw. vier Goldschlingen, die die auf die Vorderplatte in zwei Reihen angebrachten Perlen festhalten, sind auf der Rückenplatte sichtbar. Byzantinische Arbeit aus dem 7. Jh. GARAM 1980,157-158, Abb. 1. 73. UNBEKANNTER FUNDORT goldener Anhänger (Taf. 38. 1-2) 2 St 5/1852,21-22. N 287 37,24 g (2 St) Ankauf: aus der Sammlung Jankovich Aus Blech gepreßt, aus zwei Hälften zusammengesetzt. Den Beschlag des Anhängers bildet ein durchbrochenes, „m"-förmiges Band, mit auf den Bandbögen sitzenden Tauben. Die runden und die halbkreisförmigen Ausschnitte im Band wurden nach dem Pressen angefertigt. Über den Schnäbeln der Vögel quer durchlöcherte Blechkugel, um die seitlichen Löcher abgewetzte Perldrahtumrahmung. Unter den Schnäbeln der Tauben und in den Bögen hängen an Haken kleine Blechkugeln. An den Bandseiten je ein, unten drei Glöckchen aus Blech, die oben Kegelform haben, unten zu dreiseitiger Pyramidenform gebogen sind. An den Rändern der Glöckchen schmales, gekerbtes Band, ihre Zungen sind mit Hilfe von Ringen, die eine Schlinge tragen, an den Aufhängeringen befestigt. Auf den Rücken der Tauben und zwischen den unteren Glöckchen Nagellöcher bzw. Spuren abgezwickter Haken. Die an den Seiten hängenden Glöckchen sind aus massiverem Blech als die unteren und an ihren Rändern ist die Rippung dichter. Diese beiden Glöckchen und die Kugeln sind aus gelberem Gold. Letztes Drittel des 7. Jh., Arbeit byzantinischen Ursprungs