Éva Garam: Katalog der awarenzeitlichen Goldegegenstände und der Fundstücke aus den Fürstengräbern im Ungarischen Nationalmuseum. (Catalogi Musei Nationalis Hungarici. Seria Archeologica 1; Budapest, 1993)
KATALOG DER AWARENZEITLICHEN GOLDGEGENSTÄNDE UND DER FUNDSTÜCKE AUS DEN FÜRSTENGRÄBERN IM UNGARISCHEN NATIONALMUSEUM - STRUKTUR DES KATALOGS - Katalog
7,76 g (mit Stein) Ankauf: von der Gattin Béla Friedrich, 1960 Breiter Bandring, mit eingraviertem Motiv „laufender Hund". Der Kopfteil des Fingerringes hat mehrere Etagen, die drei runden, perldrahtumrahmten Plättchen sind durch Reihen an die Ränder gelöteter Kügelchen gegeneinander abgesondert. In der Mitte des obersten Plättchens perldrahtumrahmte Steineinfassung, darin blaugraue, runde Glaseinlage. Zwischen der Zelle und dem Rande des Plättchens sechs schmale gewölbte Bänder, die ursprünglich perlenhaltende Wölbungen waren. Byzantinische Arbeit aus dem 7. Jh. GARAM 1980,168, Abb. 5.1 a-b. 33. HÓDMEZŐVÁSÁRHELY, Flur (Komitat Csongrád) goldenes Ohrgehänge (Taf. 31. 6) 82.2.1. N 878 4,70 g Ankauf: vom Unternehmen Uhren-Juwelen, dem es vom Uhrmacher Béla Grószpéter verkauft worden war. Das Ohrgehänge ist mit dem auf dem Fotonegativ N 4015 der Dokumentationssammlung des Ungarischen Nationalmuseums dargestellten identisch, das sich früher im Besitz des Archäologischen Instituts der Szegeder Universität befand. Die Identifizierung wurde von J. Korek vorgenommen. (Es ist nicht bekannt, wie das Ohrgehänge in den Besitz des Uhrmachers Grószpéter gelangte.) Ring von rhombischem Querschnitt, an den beiden entgegengesetzten Seiten des Ringes profilierter Muff. An den unteren Teil des Ringes ist ein aus vier Kügelchen zusammengesetzter Beerenanhänger gelötet. Ebendort an der Innenseite des Ringes ein Kügelchen. Erste Hälfte des 8. Jh. GARAM 1984, 88. Abb. 1, 5. ILOKs. ÚJLAK 34. INOTA (Várpalota) (Komitat Veszprém) goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger (Taf. 2. 4) OrnJank 3. N 204 13,67 g Laut Eintragung im Inventarbuch wurde es „auf Inotaer Besitz, im Laufe der Aushebung des Sárvíz-Kanals in der Flur des Komitats Veszprém gefunden". Das Ohrgehänge dürfte vor 1779 zwischen Inota und ósi zum Vorschein gekommen sein. (Aus der Meinung des Lektors I, Bona.) Dem Ring von rundem Querschnitt schließt sich mit Granulation ein langer, in der Mitte gerippter Zylinder aus Blech, an diesen ein verkehrt pyramidenförmiger Anhänger an. Auf der oberen Platte der Pyramide sitzen auf kurzem Blechzylinder vier Blechkugeln. Ursprünglich waren es sechs Kugeln. An den Kanten der Pyramide Reihen von Blechkugeln. Der mittlere Teil der Seitenflächen der Pyramide ist durch eine dreieckige Zelle ausgefüllt. An der unteren Spitze der Pyramide drei kleinere und eine große, mit Granulation verbundene Blechkugeln. Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh. PHOTO-KLÖSZ, 1878; VENTURI 1902, II. Fig. 57. ISMERETLEN = UNBEKANNTER FUNDORT s. Kat. Nr. 35-89. 35. UNBEKANNTER FUNDORT goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger (Taf. 2. 6) 64/1891.1. N386 11,45 g Ankauf: von Mór Wiesinger, 1891 An den unteren Teil des deformierten Ringes von rundem Querschnitt ist mit Granulation ein kurzer, kanelierter Blechzylinder und an diesen ein verkehrt pyramidenförmiger Anhänger gelötet. An den Spitzen der oberen Pyramidenplatte aus ein bis zwei Granulationskörnern und einem größeren Kügelchen zusammengestellte Verzierung. In der Mitte der Seitenplatten dreieckige, steinlose, leere Steineinfassungen, die in je drei Reihen von Granulation umrahmt sind. An der unteren Spitze der Pyramide fehlt die Blechkugel. Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh. erste Mitteilung 36. UNBEKANNTER FUNDORT (vielleicht aus der Umgebung von DEBRECEN) goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger (Taf. 2. 7) OrnJank 7 ( = 62.155.52) N 387 10 g Laut Eintragung im Inventarbuch: „vom Debrecener Wochenmarkt, vom Preßburger Juden Stern" Am unteren Teil des dünnen, kleinen Ringes von rundem Querschnitt auf der Innenseite ein, unten drei ein Kügelchen. Der verkehrt pyramidenfrömige Anhänger ist an die Kügelchen gelötet. An den Spitzen der Deckplatte der Pyramide Kügelchen als Verzierung. In der Mitte der Seitenplättchen