Éva Garam: Katalog der awarenzeitlichen Goldegegenstände und der Fundstücke aus den Fürstengräbern im Ungarischen Nationalmuseum. (Catalogi Musei Nationalis Hungarici. Seria Archeologica 1; Budapest, 1993)

KATALOG DER AWARENZEITLICHEN GOLDGEGENSTÄNDE UND DER FUNDSTÜCKE AUS DEN FÜRSTENGRÄBERN IM UNGARISCHEN NATIONALMUSEUM - STRUKTUR DES KATALOGS - Katalog

Goldband (Taf. 77. 5) 275/1871.16. N33 1,08 g Aus dickem Blech ausgeschnittenes, schma­les, in der Mittellinie der Außenseite mit einer seichten Rille versehenes Band. An den zusammengehämmerten Enden Nietnagel, der auf der Außenseite an die Oberfläche ge­hämmert ist, an der Innenseite ist sein Ende in 1 mm Entfernung flachgehämmert. goldene Rosette (Taf. 77. 6) 275/1871.19. N36 3,63 g Aus Blech gepreßte sechsbogige Rosette. Der mittlere runde Teil ragt in Form einer flachen Halbkugel heraus, ringsum Perldraht. Die Mitte der geschweiften Lappen ist durchlö­chert, in zweien von ihnen Silbernietnagel. Um die Nagelköpfe bzw. um die Löcher Perldrahtrahmen. Um die Nagellöcher herum ist das Material vom Oxyd der silbernen Niet­nägel angeschwärzt. Verzierung aus Gold (Taf. 77. 7-9) 3 St 275/1871.4. N 35 0,95 g (3 St) Aus weißlichem Blech etwas kegelförmig ge­preßte Plättchen mit brüchigem Rand, mit Loch in der Mitte, um das herum im Kreis gekerbter Draht gelötet wurde (1 St fehlt) Messerscheiden(?)beschlag aus Gold (Taf. 77. 10) 275/1871.20. N 41 0,47 g Aus dünnem Blech gepreßter und gebogener Scheidenbeschlag. Auf der Vorderseite ein­gedrücktes Tamga(?)zeichen in der Form eines liegenden „X", am oberen Rand kleiner V-förmiger Einschnitt, am unteren Rand ge­preßte Rippe. Verzierung aus Gold, kometförmig (Taf. 77.11-13) 3 St 275/1871.18. N34 2,62 g (3 St) Den aus dickem Blech gepreßten halbkugel­förmigen Teil umgibt ein fünfbogiges Blü­tenblatt. Das sechste Blütenblatt ist kome­tenschweifförmig geschnitten. Auf den Verzierungen je fünf Löcher zum Befestigen, in je dreien von ihnen Nietnagel aus Silber. Silberbecher (Täf. 78) 275/1871.26b Der Körper des Bechers ist aus Silberblech zur Halbkugelform gehämmert. Unverziert. Der Stiel des Kelches fehlt. Sein Fußblatt ist rund, aus Silberblech ausgeschnitten. Derzeit an den rekonstruierten Stiel des Kelches von Kunágota gelötet. Silberkrug (Täf. 79) 297.1871.1. Aus Silberblech gehämmert, gebaucht, mit nach außen gebogenem Hals und Rand. Unter der Schulter Ringhenkel. Den Boden des Kruges bildet eine gesondert angelötete, runde Silberplatte. Stark fragmentarisch, re­konstruiert, ergänzt. Tongefäß (Täf. 80) 297/1871.2. Handgeformtes, unverziertes Tbngefäß von gedrungenem Körper (fehlt). Die Zeichnung wurde aufgrund der ehemaligen Publika­tionen und des Photos angefertigt. Pferdegeschirrbeschlag aus Gold (Täf. 81. 1-7) 275/1871.1b (6 St) und 32/1872.3. (1 St) N16 23,90 g (6 St mit den Spuren der Bronzeun­terlage) Aus dickem Goldblech mit Bronzeblech als Unterlage zusammen gepreßt. Am unteren Rand ist das Goldblech in 1 mm Breite zurückgebogen. Von einer Befestigung gibt es keine Spur, Nietnägel und Schlingen fehlen. Der tiefgerinnte Mittelteil der Beschläge ragt halbkugelförmig heraus. An den diagonalen Teilen des schräg abgebogenen Randes aus doppelter Wulst bestehende Vorsprünge. Bei einem Stück ist der mittlere halbkugelför­mige Teil von der Rückseite her mit einem ähnlich großen, aber rötlicherem Goldblech verstärkt. Die Stücke sind stark brüchig, zu­sammengedrückt. Pferdegeschirrbeschlag aus Gold (Täf. 81. 8-11; Täf. 82.1-7) 11 St 275/1871. la (9 St) und 32/1872.4. (2 St) N17 27,20 g (11 St mit den Spuren der Bronzeun­terlage) Aus Goldblech mit Bronzeblech als Unterla­ge zusammen gepreßte, ovale Beschläge. Den mittleren Teil bildet eine ovale Form mit schräg abgebogenem Rand, gegen die Mitte zu stark rinnig. In der Mitte eine halbkugel­förmige Erhöhung. Entlang der Längsdiago­nale schließen an die Ränder je zwei gepreß­te, runde Wülste an. Die Beschläge sind stark brüchig.

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