Nagy Ildikó szerk.: Nagybánya művészete, Kiállítás a nagybányai művésztelep alapításának 100. évfordulója alkalmából (A Magyar Nemzeti Galéria kiadványai 1996/1)

Passuth Krisztina: Utak Nagybányáról: Réth Alfréd

Ausgangpunkt Nagybánya: Alfréd Réth KRISZTINA PASSUTH Der Name von Alfréd Réth (1884-1966) ist sowohl in der einheimischen, als auch in der internationalen Literatur mit dem französischen Kubismus verknüpft, obwohl in seiner Kunst am Anfang seiner Laufbahn auch einheimische Impulse, inbesondere der persön­liche Einfluß von László Mednyánszky und der künst­lerische Einfluß von Nagybánya eine gleichsam bedeu­tende Rolle spielten. Réth begann Nagybánya 1905 zu besuchen, aber im gleichen Jahr ließ er sich ein für allemal in der franzö­sischen Hauptstadt nieder. In den Jahren 1905-1908 entwickelte sich sein charakteristischer „Nagybányaer kubistischer" oder „kubistischer Nagybányaer Stil". Die naturgebundene Malerei von Nagybánya legierte sich mit dem von dem europäischen abweichenden Proporz­system der in Frankreich kennengelernten afrikanischen Kunst. Die afrikanische Skulptur lernte Alfréd Réth, ­ähnlich wie József Csáky, der ebenfalls in Paris lebte ­vor allem durch den ungarischen Kunsthändler József Brummer kennen (der sich gelegentlich auch als Fälscher betätigte). Brummer war ein aktiver Leiter und Propagator der damals in Paris so wichtig gewordenen Afrika-Mode. Réth fühlte sich auch durch die Kunst des Fernen Ostens angezogen. Gleichzeitig entwickelte er auch die Wirkung des Werkes Badende von Cézanne in seiner eigenen Serie Badende weiter. Es kann angenommen werden, daß Réth - wenn er zu Hause geblieben wäre ­seine kompositorischen Fähigkeiten in der Gruppe der Keresők (Die Suchenden) und dann in jener der Nyolcak (Die Acht) entfaltet und seine kraftvollen Aktbilder, Stilleben und Landschaftsbilder, auf denen die besten Traditionen bewahnt wurden, in ihren Ausstellungen gezeigt hätte. Ab 1910 stellte Réth seine Bilder im Pariser Herbstsalon und ab 1911-1912 im Pariser Sa­lon der Unabhängigen aus. 1912 nahm er auch an der Jubiläumsausstellung von Nagybánya teil, woraus er­sichtlich ist, daß er sich sogar in Paris für die Gemein­schaft mit Nagybánya bekannte. Zu jener Zeit kam er - durch den Dichter Ludwig Rubiner - mit dem Kreis der Berliner Zeitschriften Die Aktion und Der Sturm in Verbindung. In der Galerie der Zeitschrift Der Sturm, dem Zentrum der Berliner Avantgarde wurden im Februar 1913 neben den Werken von Julie Baum und Paul Klee beinahe 100 Bilder von Alfréd Réth aus­gestellt. Dann folgte die ausserordentlich betonte Teilnahme an der durch das Művészház im April und Mai 1913 veranstalteten Internationalen postimpres­sionistischen Ausstellung mit 36 Bildern. Réths Bega­bung und sein kubistischer Stil erweckten die Aufmerksamkeit von György Bölöni, eines der konse­quentesten Fürsprecher der Budapester Gruppe der Nyolcak. Die Kunst von Alfréd Réth wurde schließlich auch in seiner Wahlheimat Frankreich anerkannt: er stellte sich durch eine selbständige Ausstellung in der Galerie Berthe Weill vor. Die Ausstellung fand 1914 im letzten Augenblick statt, bevor Réth als ungarischer Staatbürger von den französischen Behörden interniert wurde. Während sei­nes Zwangsaufenthaltes in der Bretagne entwickelte sich seine Kunst in Richtung des Kubismus weiter, wobei er sich von der figurativen Malerei von Nagybánya ent­fernte. Er zeigte seine neuen Werke 1922 in Budapest im Belvedere, fand jedoch kaum mehr Anklang. Wie sich Réth von den Traditionen von Nagybánya loslöste, so reagierte auch die ungarische Kunst auf sei­nen kubistischen Stil nicht. Die Verbindungen zwi­schen ihm und den einheimischen Bestrebungen lösten sich endgültig, um dann nie mehr wiederhergestellt zu wurden. Offshoots of Nagybánya: Alfréd Réth KRISZTINA PASSUTH The name of Alfréd Réth (1884-1966) is associated in art literature with French Cubism, both in Hungary and abroad, in spite of the fact that in the first years of his career impulses from his homeland were just as decisive: above of all László Mednyánszky 's personal and Nagybánya's artistic influence. Réth first visited Nagybánya in 1905; however, this was also the year when he moved to the French capi­tal, where he was to spend the rest of his life. His char­acteristic "Nagybánya Cubist" style developed be­tween 1905 and 1908. It blended Nagybánya's Natu­ralism with African art, which Réth encountered in Paris and which is so different from the European sys­tem of proportions. Alfréd Réth, just like József Csáky, who also lived in Paris, first met African sculpture through the mediation of József Brummer, a Hun­garian art dealer (and occasional forger). Brummer played an active part in the popularization of African art, which was becoming so fashionable in Paris at the time. Réth was also fascinated by Far Eastern art, but at the same time he absorbed Cezanne's The Bathers and incorporated its impulses in his series also entitled

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