Nagy Ildikó szerk.: Nagybánya művészete, Kiállítás a nagybányai művésztelep alapításának 100. évfordulója alkalmából (A Magyar Nemzeti Galéria kiadványai 1996/1)

Kisházi Zoltán: „Vidéken éltem, Nagybányán, a festők városában" (Tersánszky és a nagybányai festők)

Im Ersten Weltkrieg diente er, als Freiwilliger, an der Ost- und der Südfront. Im Jahr 1916 erschien sein erster Roman Viszontlátásra, drága (Auf Wiedersehen, Liebste), in dem er das Thema des Krieges aus einer originellen Sicht behandelt. Die Unmenschlichkeit des Krieges machte auf Tersánszky einen so tiefen Eindruck, daß Novellen und Romane, die diesem Thema gewidmet wurden, in jeder Periode seines Lebens entstanden sind. Tersánszky kehrte 1918 aus dem Krieg heim. Für die zwanziger und dreißiger Jahre war, nach einer kur­zen Krisenperiode, eine beachtenswerte Produktivität und die Erscheinung einer Reihe von Prachtwerken kennzeichnend. Zu dieser Zeit erschien die Marci-Ka­kuk-Reihe, die in mehrere Weltsprachen übersetzt wurde, und deren Hauptfigur die Charakterzüge von Jenő Maticska, einem Malerfreund aus der Jugendzeit des Schriftstellers trägt. Anfang der dreißiger Jahre stellte Tersánszky unter dem Titel Képeskönyv Kabaré (Bilderbuch-Kabarett) ein selbständiges Programm zusammen. In diesem Programm, zu dem er die Musik komponierte und das Bühnenbild entwarf, trat er als Sänger und Conferen­cier auf. Seine Theaterstücke wurden in verschiedenen Theatern gespielt. Zwischen 1929 und 1934 wurde ihm der zur Auszei­chnung von hervorragenden künstlerischen und lite­ratischen Leistungen gegründete Baumgarten-Preis vier­mal zuerkannt. 1949 erhielt Tersánszky den Kossuth-Preis. Als dann in den fünfziger Jahren eine dogmatische Literaturpolitik verfolgt wurde, meldete er sich im literarischen Leben und auf den Bühnen nur mit Märchen und Puppen­spielen. In den sechziger Jahren wurde sein Talent wieder anerkannt, so daß er mit der Veröffentlichung einer Le­benswerkserie beginnen konnte. Zu Beginn dieser Periode erschien seine mit großem Aufbrausen empfangene Erinnerungsserie Nagy árnyakról bizalmasan (Von großen Schatten vertraulich), in der er über die Halbgötter der ungarischen Literatur und Kunst, aber auch über sich selbst, ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen, berichtete. Im Jahr 1968 veröffentlichte der Magvető­Verlag Tersánszkys gesammelte selbstbiographische Schriften unter dem Titel Eletem regényei (Die Romane meines Lebens), die den Biographen seither als eine reichhaltige Quelle dient. In jenen Jahren wurden die sich mit den bildenden Künsten befassenden Werke von Tersánszky überhaupt nicht und der Roman Der Halb­narr nur verstümmelt herausgegeben, obwohl in den Jahren 1911-1938 nur in der Zeitschrift Nyugat 26 be­deutsame Artikel von Tersánszky erschienen sind. Trotz­dem haben weder er die Künstlerfreunde, noch diese ihn vergessen. Die alten Freundschaften, zu denen weit­ere hinzukamen bestanden nach wie vor. In der Studie werden die frühe und die zuvor er­wähnte späte Periode des mit den bildenden Künsten eng verbundenen Lebens von Tersánszky behandelt. Und zwar die ersten großen Eindrücke und Freund­schaften der Jugendzeit in der bunten Weld der Künstlerkolonie von Nagybánya, die seine Aufmer­ksamkeit auf die bildenden Künste lenkten. Später hielt es Tersánszky, schon als Mitarbeiter einer im ganzen Land bekannten literarischen Zeitschrift für seine Pflicht; an den Diskussionen der Künstlerkolonie Stellung zu nehmen, für Ideen oder Personen einzut­reten. Der Zauber seiner Persönlichkeit, seine burschikose Liebenswürdigkeit, zu denen sich aber ein hartnackiges Festhalten an den Prinzipien paarte, entwaffnete sogar seine Feinde. Tersánszky and the Nagybánya painters I lived in the country, in Nagybánya, the town of Painters" ZOLTÁN KISHÁZI Jenő Tersánszky Józsi (1888-1969) was one of the most original figures of twentieth-century Hungarian literature. He was born in Nagybánya, a town which played such an important role in mod­ern Hungarian painting. Although he originally wanted to become a painter, he was dissuaded by the resistance of his family. Only a few of his draw­ings and early studies have survived. He started to write short stories as an apprentice notary. Tersánsz­ky's first successes as a writer came when Nyugat, the most influential Hungarian literary journal, ac­cepted one of his short stories for publication. He remained a regular contributor until the end of the periodical's existence. The influence of the artist colony's approach to nature is reflected in his early prose. Tersánszky's close relationship to art and artists continued until the end of his life. In 1941 he pub­lished a humorous novel, Félbolond (Half-wit) about his memories of life at the colony, which is essential for anyone wishing to know more about Nagybánya. He served as a volunteer in World War One on the southern and eastern fronts and was taken prisoner in Italy. During the lapses in the fighting, he tried to find time to write whenever he could. His first novel, an original account of the war, Viszontlátásra, drága (Good-bye, dear) was published in 1916. The dehumanising experience of the war was so strong for Tersánszky that stories from this period crop up again and again throughout his career. He was discharged from the army in 1918. Follo­wing a short interval of depression, he experienced a very fruitful period in the twenties and thirties, creat-

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