Nagy Ildikó szerk.: ARANYÉRMEK, EZÜSTKOSZORÚK, Művészkultusz és műpártolás magyarországon a 19. században (A Magyar Nemzeti Galéria kiadványai 1995/1)

TANULMÁNYOK / BEITRÄGE - TÓTH Ferenc: A külföldi művészet jelenléte és pártolása az Országos Magyar Képzőművészeti Társulat kiállításain

verhandeln möge. Die Orte der Verhandlungen des Direktors waren: München, Berlin, Paris, Brüssel und Antwerpen, wo Perlaky nahezu fünfzig Künstler aufgesucht hat. Das Ergebnis seiner Anstrengungen zum Ausbau eines unmittelbaren Verbindungssystems mit den ausländischen künstlerischen Kreisen begann zu den achtziger Jahren sich abzuzeichnen. In Paris hat die „Association des Artistes français" (Vereinigung der französischen Künstler) die Sache der Pester Ausstellungen in die Hände genommen, in dem die persönlichen Beziehungen von Munkácsy und die ihn umgebende Achtung auch zur Hilfe gewesen waren. Im Jahre 1884 erhalten wir darüber eine Nachricht, daß sich in Paris, mit dem Vorsitz des über ein großes Ansehen verfügenden Kunstmalers, Gérôme, aus Künstlern eine separate Kommission bildet, zur Auswahl des an die ungarischen Ausstellungen zu sendenden Materials. In Brüssel und in Antwerpen haben ständige Agenten und Korrespon­denten mitgewirkt. Im Jahre 1887 trifft aus Rom und aus Firenze die Meldung über die Gründung von zwei separaten Kommissionen ein, für die Sicherung der ungarländischen Teilnahme der hervorragenden italienischen Künstler. In den Niederlanden hat sich Hendrik Wilhelm Mesdag, der namhafte Vorsitzende des dortigen künstlerischen Vereins der Sache unserer Ausstellungen angenommen. Auch aus den obenerwähnten fällt es in die Augen, daß zu den achtziger Jahren jene europäische Zentren, in Richtung deren sich die höchste heimische künstlerische öffentliche Institution orientiert hat, sich verlegt hatten. Am Ende des Jahrhunderts ist die führende Rolle von Paris unbestreitbar geworden. Auch die belgischen Künstler haben eine große Schätzung und Erfolge in den Ausstellungsräumlichkeiten von Europa geerntet. Den Mitteilungen der Ungarischen Gesellschaft für Bildende Kunst zufolge, konnten daheim jene, auch seitens der Gesellschaft präferierten, zu den Ausstellungen regelmäßig eingelade­nen Künstler, wie Jean Benjamin Constant, Paul Destez, Frangois Feyen-Perrin, Edmond Grandjean, Victor Leclaire oder Jules Lefèbvre mit einem Erfolg bei dem Publikum rechnen. Selbstverständlich hatte das Pester Publikum auch aus Belgien nicht die Gelegenheit die schon in ganz Europa bekannt gewordenen Symbolisten, die Mitglieder der Les Vingts (Die Zwanziger), oder der La Libre Esthétique (Die freie Ästhetik) zu treffen, sondern solche „Lieblinge", wie Jan Verhas, Léon Abry, Theoder Verstraete oder Franz von Leemputten. In dem sie für die institutionellen Verbindungen dankbar waren, gerieten dann die Werke dieser Kunstmaler in einer großen Zahl, durch die staatlichen Ankäufe, in die ungarischen öffentli­chen Sammlungen. Im Blatt der Gesellschaft wird zur gleichen Zeit auch jenem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die geschichtliche Malerei in einem dem Range dieser Kunstgattung gebührenden Verhältnis an den Ausstellungen erscheinen möge. Arnold Ipolyi stellt in seiner als Bewertung des Jahres 1882 gehaltenen Vorsitzendenrede den Kunstmaler Matejko, dem Impressionismus und ähnlichen „Irrwegen" entgegengestellt, zum Vorbild. Im Interesse des am Leben Erhaltens und der Entwicklung der Beziehung zu den Künstlern von Paris und Brüssel (bezie­hungsweise von Antwerpen) ließ die Gesellschaft ihren damaligen Sekretär, Miklós Szmrecsányi, ausreisen. Der über die Refie von Szmrecsányi vorgelegte Bericht hat bezüglich der Tätigkeit der Gesellschaft wichtige Dinge beleuchtet, da doch das zurückhaltende Gehaben der ausländischen Künstler sich zu bestätigen schien. Auch konkrete Bemerkungen und Vorschläge sind aufgetaucht. Denen zufolge könnte die Sache der Ausstellungen der Gesellschaft sehr befördert werden, wenn zur Auszeichnung der teilnehmenden Künstler Medaillen gegeben werden könnten. Schließlich erwähnt der Sekretär, daß sowohl in Paris, als auch in Antwerpen und in Brüssel die Künstler es als viel erfolgreicher halten mögen, wenn die Gesellschaft in einem Jahre nur eine internationale Gemäldeausstellung organisieren möchte, und zu der sie nur die mehr hervorragenden Künstler einladen möge. Der seitens Szmrecsányis und anderer Leute betonte Anspruch zur größeren materiellen Achtung der ihre Werke zu uns sendenden Künstler, erhielt im Jahre 1 886 einen Widerhall. Ágoston Trefort, der Minister für Religion und Unterrichtswesen, brachte nun eine Verordnung über zwei staatliche Goldmedaillen ein, die man jährlich einem ungarischen und einem ausländischen Künstler zuerkannte, im Werte von fünfhundert Franken. Zur Herausga­be der Preise konnte das Preisgericht der Gesellschaft, mit dem Fachreferenten der künstlerischen Angelegenheiten des Ministeriums ergänzt, einen Vorschlag unterbreiten. Der erste Ausgezeichnete war Arnold Böcklin gewesen, mit seinem den Titel Wellenspiel tragenden Gemälde. Die höchste Charakteristik der seitens der Ungarischen Gesellschaft für Bildende Kunst organisierten Ausstellungen war auch weiterhin der akademische Geschmack gewesen. Die künstlerischen Bewegungen anderer Großstädte Europas sind zu uns nur sehr langsam, und sich an einen gewissen Widerstand stoßend, hingelangt. Auch noch im Jahre 1890 erhielt ein waschechter geschichtlicher Kunstmaler, der spanische José Carbonero Moreno, die staatliche Goldmedaille, für sein Gemälde mit dem Titel: Die Bekehrung des Herzogs Gandia. Um die Mitte der 1890-er Jahre kann man jedoch stets mehrere neue Namen auf den Ausstellungslisten lesen, und unter ihnen erscheinen gelegentlich auch die tatsächlich führenden Individualitäten des Zeitalters. Im Jahre 1893 hat die Früh­üngsausstellung eine ganze Serie der Lenbach-Porträts zur Schau gestellt, im Jahre 1895 aber waren 1 25 Zeichnungen von Walter Crane an einer besonderen Ausstellung sichtbar gewesen. Auch die Symbolisten ließen sich bisweilen mit namhaften Künstlern vertreten. Diese Werke konnten, zusammen mit den seitens der Gesellschaft präferierten theatralen Genrebildern, an die Ausstellungen einsickern, dank der in vielen Fällen zweifelsohne anwesenden schwankenden stilistischen Grenzlinie. Unter die akzeptierten, ja sogar mit einem Erfolg figurierenden Schöpfungen von Hermann Richir, Jean-Paul Sinibaldi und Walter Firle konnten derart mehrere, mit dem Symbolismus verwandte Züge vorweisende Schöpfungen hineingelangen, ja sogar erhielten in den Jahren der Jahrhundertwende auch Franz von Stuck, Giovanni Segantini und Fernand Khnopff einen Platz an den Ausstellungen der Gesellschaft. Im sich polarisierenden Wertsystem des künstlerischen Lebens kritisierten stets mehrere Stimmen das allgemeine Niveau der Ausstellungen. Das Fernbleiben der namhaften Künstler, beziehungsweise die vermutbaren Ursachen dessen, erhielten einen Ausdruck auch in der Zeitschrift der Vereinigung, in der Műcsarnok. „Jene einzige staatliche Goldmedaille, und der 1 /25-ste Teil des Wertes der eingesandten Schöpfungen, der von den Kaufpreisen einfließt, bestätigt nur jene Auffassung der

Next

/
Oldalképek
Tartalom