Markója Csilla szerk.: Mednyánszky (A Magyar Nemzeti Galéria kiadványai 2003/2)

Das Leben und die Kunst von László Mednyánszky, mit besonderer Rücksicht auf die Periode vor - Biographie. Das Leben des László Mednyánszky. Zusammengestellt von Orsolya Hessky

zuvor in Düsseldorf Malerei studiert hatte, und erzählte Mednyánszky viel über Jan Matejko. 1870, im Alter von 18 Jahren, legte László das Abitur nicht ab, da er „unfähig" dazu war {Enigma, No 24/25, 59). Der Gesundheitszustand der Mutter verschlechterte sich zunehmend und bedurfte des Klimawechsels, weshalb die Familie in die Schweizer Alpen zog. Man ließ sich am Ufer des Genfer Sees, in Montreux nieder. Mednyánszky versuchte, am Zürcher Polytechnikum aufgenommen zu werden. Da ihm die vorbereitende Prüfung, die zur Aufnahme Bedingung war, nicht gelang, wurde er nach Solothurn geschickt, „zu einem Lehrer namens Dölinger, der den jungen Menschen auf die Aufnahmeprüfung vorbereitete" (Enigma, No 24/25, 60). Weihnachten 1870 verbrachte er mit der Familie am Genfer See. Nach der Rückkehr nach Solothurn setzte er seine Vorbereitung fort, doch befiel ihn Ende Februar 1871 ein Gelenkfieber. Erst im April schloss er sich, einigermaßen geheilt, der Familie wieder an - doch war er bereits „völlig kahlköpfig" (ebd.). Zur Nachbehandlung fuhren sie nach Baden. Ab Herbst 1871 besuchte László das Zürcher Polytechnikum, doch konnte er wegen seines Gesundheitszustandes vermutlich das Studienjahr nicht beenden, denn die Familie begab sich erneut nach Baden. Noch im Frühjahr 1872 war er zur Behandlung in Baden. Im selben Jahr - mit vollendetem 20. Lebensjahr - wurde er wehrpflichtig. Noch hatte László kein Abitur, und als er den Einberufungsbefehl bekam, brach in der Familie Panik aus. Das Ablegen der fehlenden Prüfung wurde dringend, und so bereitete er sich während des Sommers in Miskolc darauf vor und bestand am 1. September 1872 erfolgreich das Abitur. Danach war die Familie zuerst im kroatischen Banski Dvor bei János Graf Erdődy zu Gast, dessen Frau eine gute Freundin der Mutter Mednyánszkys und seiner Schwester Taufpatin war. Dort wurde entschieden, dass László schon im darauffolgenden Herbst die Münchener Kunstakademie besuchen dürfe. Vermutlich zog er Anfang Oktober für einige Tage in eine Kaserne bei Wien ein. Wenig später, am 1. November 1872, war er bereits in München, wo er sich an der Kunstakademie für die Klasse von Alexander Strähuber eintragen ließ. Die Familie mietete indessen in Pegli neben Genua eine Villa. Im Frühjahr 1873 brach in München eine Choleraepidemie aus, die fast zwei Jahre währte und neben zahlreichen Opfern auch Wilhelm von Kaulbach, den damaligen Direktor der Akademie, hinwegraffte. Den Sommer dieses Jahres verbrachte Mednyánszky wieder am Genfer See. Ab dem darauffolgenden Herbst belegte er sein zweites Studienjahr in der Klasse von Otto Seitz. Als Kaulbach im April 1874 starb, kam es vermutlich für kurze Zeit zur Schließung der Akademie. Spätestens dann verließ Mednyánszky München und verbrachte die Zeit mit seiner Familie an der Riviera (in Pegli). Zunächst kehrte er nicht nach München zurück, denn im Herbst desselben Jahres ist er in Paris, als Schüler von Isidore Pils an der École des Beaux-Arts, anzutreffen. Zuerst wohnte er in der Rue des St. Peres. Seine Familie kam im Oktober in Paris an, um dort für einige Zeit zu verweilen. Mednyánszky „mochte die Pariser Akademie trotzdem nicht, nicht einmal ein bisschen" (Enigma, No 24/25, 61). Weihnachten verbrachte die Familie gemeinsam, im Frühjahr 1875 unternahmen sie Ausflüge in die Umgebung von Paris: Versailles, Rouen, Fontainebleau. Anstatt des Unterrichts besuchte Mednyánszky den Louvre, den Park Luxembourg und Ausstellungen (zum Beispiel jene, die anlässlich des Todes von Corot - 22. Februar 1875 - veranstaltet wurde). Bereits in diesem Frühjahr war es ihm bewusst, dass er seine Studien an der Akademie nicht fortsetzen wollte. Sein Vater versuchte, ihn bei Munkácsy einzuführen, dieser wollte ihn sogar empfangen, doch missfiel dem jun­gen Mednyánszky der Lebensstil des Meisters. Nach Eröffnung des Frühjahrs-Salons ging er nach Barbizon und freundete sich mit László Paál, Karl Bodmer, Odilon Redon und anderen Malern an. Im darauffolgenden Sommer fuhr er nach Hause zu seiner Großmutter nach Beckov. Der Rest der Familie blieb in Frankreich und fuhr in die Normandie ans Meer. Bevor sie sich trennten, wurde vereinbart, dass Mednyánszky ab Herbst ein eigenes Atelier mieten könne. Aus diesem Grunde kehrte er nach dem Tod von Pils (30. September 1875) nicht mehr an die Akademie zurück. Das Atelier bezahlte sein Vater bis zum Frühling des darauffolgenden Jahres. Mednyánszky lebte ab nun allein in Paris, denn der Gesundheitszustand der Mutter erforderte es, dass die Familie an die Riviera zurückkehrte. Mednyánszky besuchte in dieser Zeit Munkácsy, den er in seinem Tagebuch „Gips" nannte, und lernte Mihály Zichy kennen, der damals Präsident des Pariser Ungarischen Vereins war. Im Winter-Salon stellte er erstmals aus. Im Frühjahrs-Salon 1876 nahm er ebenfalls mit einem Bild teil, welches von einem belgi­schen Kunsthändler gekauft wurde. Den Sommer verbrachte er erstmals nach sechs Jahren mit seiner Familie zu Hause in Strázky (zur Erinnerung: sie fuhren 1870 weg). Mednyánszky malte den ganzen Sommer hindurch, unternahm im Herbst Wanderungen im Zemplingebirge und kehrte dann nach Paris zurück. In diesem Winter hatte Millet den größten Einfluss auf ihn ausgeübt. Im Frühling 1877 besuchte er zum ersten Mal Szolnok, wo er Deák-Ebner, Pettenkofen und Tina Blau traf. Im Sommer war er wieder zu Hause in Oberungarn. Der Garten in Beckov Sein Vater ließ in Strázky neben dem Schloss ein Atelier errichten, wodurch László die Möglichkeit hatte, unun- (Beckó) terbrochen zu arbeiten: „Von Morgen bis Abend, ewiger Akt. Für diesen Zweck benutzte er meistens Zigeuner" (Enigma, No 24/25, 62; siehe: Aktstudien in Nagyőr [mit Zigeunern] Brestyánszky, 63). Nach dem arbeitsreichen Sommer fuhr er im Herbst nach Bijacovce (Szepesmindszent) zu Albin Graf Csáky, „den er sehr liebte"(ebd.). Im Spätherbst ging die Familie nach San Remo, Mednyánszky nach Rom, wo er im Palazzo Venezia ein Atelier mie­tete. Weihnachten und Neujahr verbrachte er zu Hause in Strázky - „seit acht Jahren der erste Weihnachtsabend, der uns in Nehre trifft" (ebd.). Anfang 1878 verbrachte er noch ein-zwei Monate in Strázky. Ab März hielt er sich wieder in Rom auf, wo er Tina Blau traf, die er aus Szolnok kannte. Wenig später (Ende April, Anfang Mai) schloss er sich in Florenz für kurze Zeit wieder seiner Familie an, doch kehrte er mit dieser nicht nach Hause zurück, sondern er verbrachte den Sommer in Rom. Dort wurde er von der Malaria befallen, die er auskurierte. Den Winter 1878-1879 verbrachte er wieder in Rom. Einigen Quellen zu Folge eilte er auf die Nachricht des

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