Für Lajos: A csákvári uradalom a tőkés gazálkodás útján, 1870-1914. (Mezőgazdaságtörténeti tanulmányok 4. Magyar Mezőgazdasági Múzeum, Budapest, 1969)
Das Entstehen des kapitalistischen Agrargrossbetriebs
ihre Proportionen und wichtigsten Quellen. Berechnungen über das Nettoeinkommen waren lediglich hinsichtlich des Weinbaus möglich. Aus disen geht hervor, dass das Nettoeinkommen je Katastraljoch etwa 714 Kronen gewesen sein dürfte, dass also das Grund- und Umsatkapital jährlich etwa 20—25% Zinsen abwartf. Gruppiert man die Gesamteinnahmen des Besitzes nach den wichtigsten Sparten, kann man feststellen, dass nach der Leibeigenenbefreiung die bedeutende Rolle erst den Erlössummen für die entzogenen feudalen Güter — bezahlt vom Staat und von den Bauern —-, sodann den Einkünften aus dem grossangelegten Holzschlag, später den verdoppelten Pachtgebühren und schliesslich den in Eigenwirtschaft betriebenen landwirtschaftlichen Betrieben zukam. Hinsichtlich der Ausgaben war es von Bedeutung, dass zu Beginn der untersuchten Perodie noch etwa 50%, gegen ihr Ende nunmehr 15—20% Einkommens zur Deckung der verschwenderischen Lebensweise der Gutsherren dienten; parallel hierzu waren zu Beginn der Periode kaum 10% der Gesamtausgaben Investitonen, im letzten Friedens jähr bereits 35%. Zusammenfassend stellt der Verfasser folgendes fest: Aus welchem Standpunkt immer man die untersuchte historische Phase der Agrarproduktion unter die Lupe nehme, lässt sie sich im Fall des Csákvárer Gutes zu zwei grossen Abschnitten aufteilen. Man beobachtet Entwicklungsphasen, die einander nicht widersprechen, sondern aufeinander sozusagen stufenweise folgen. Die Zeit bis zu den 1890er Jahren (in den Pachtwirtschaften etwas länger) war die Zeit der gesteigerten Extensivierung, näher der „Ausbreitung nach aussen", die Rahmen der Getreidekultur wurden von den vermehrten Getreidefeldern in fieberhaftem Tempo bis zur Grenze aller Möglichkeiten ausgeweitet. Nachdem die Rahmen der Extensiv Wirtschaft die Grenzen ihrer Möglichkeiten erreichten und alle Gegebenheiten erschöpft waren, setzte eine Intensivierungsphase in der Produktionsstruktur ein, eine „Ausweitung nach innen". Diese zweifellos ausschlaggebende Wende fiel auf die Jahrhundertswende. Man könnte auch sagen, in der ersten Phase sei die Agrarproduktion horizontal betrieben worden, während sie in der zweiten Phase quasi vertikal betrieben, vertieft, ausgeweitet und entwickelt wurde.