Pintér János szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1988-1989 (Budapest, 1990)

PINTÉR JÁNOS: A szőlőterület alakulása Magyarországon a XIX. század végétől a II. világháborúig

DER WANDEL DES WEINGEBIETES IN UNGARN VOM ENDE DES XIX. JAHRHUNDERTS BIS ZUM II. WELTKRIEG Das Ende des XIX. Jahrhunderts war vielleicht die Periode der grössten Verän­derungen in der ungarischen Trauben- und Weinproduktion. Aus Nordamerika und Westeuropa wurde der Parasit der Traubenwurzel, die Phylloxera eingeschleppt und zufolge des Schadens - den sie vorwiegend in den Weinbergen der Gebirgsregion verursachte - gingen unsere wertvollsten Weinberge zugrunde. Die Anbaufläche der ungarischen Weingegenden verminderte sich zwischen 1885 und 1896 um 45 %. Das betrug etwa 350.000 Katastraljoch (cca. 200.000 ha). Am Ende des letzten Jahrhunderts gab es in Ungarn 22 verschiedene Weingegen­den. Infolge des Friedensvertrages von Trianon der den ersten Weltkrieg abschloss, verlohr das Land zwei drittel seines Gebietes. Die Weingegenden sind nicht iden­tisch mit der Weinbaufläche Ungarns, aber nur mit Hilfe der onziellen Anbausta­tistik kann das festgestellt werden. Dazu haben wir die statistischen Angaben der Jahre 1895, 1913 und 1935 verwendet. Am Ende des vorigen Jahrhunderts reprä­sentierten die Weinberge 1 % des Gebietes von Ungarn (nahe 500.000 Katastral­joch, d.h. cca. 280.000 ha). Nach Trianon änderte sich dieser Prozentsatz auf 2,2 % (etwa 350.000 Katastraljoch, d.h. cca. 200.000 ha). Demzufolge verblieben 2/3 der Weinberge in dem auf 1/3 geschrumpften Lande. Wir bezogen uns im Laufe der Forschung auf Ungarn nach dem Friedensvertrag von Trianon und bezüglich des his­torischen Ungarns nahmen wir nur die selbigen gebiete in Betracht. Die meisten Weinberge waren im Jahre 1895 in den Komitaten Bács- Kiskun, Ba­ranya und Pest, im Jahre 1913 in den Komitaten Bács-Kiskun, Pest und Heves. Das zeigt auf die grossangelegte Traubenanpflanzung des Donau-Theisz Zwischenstrom­landes, weiterhin, dass die traditionellen Weinberge der Gebirgsregion ihren alten Rang wieder erwarben. Alldas haben wir in der 1. Tabelle zusammengestellt. In Tabelle 2. untersuchten wir wiefern sich das Gebiet der Weinberge in den ver­schiedenen Komitaten im Vergleich mit dem Jahr 1895 veränderte. Die Weinberge des Komitates Heves (die Umgebung von Eger!) vermehrten sich am meisten. Der Zuwachs betrug in 1913 dreieinhalbmal und in 1935 fünfeinhalbmal soviel, wie in 1895. Gleichzeitig verminderten sich die Weinberge in 1913 im Komitat Nógrád auf beinahe die Hälfte und in den Komitaten Békés und Vas mit 40 % bis zum Jahre 1935. Im weiteren untersuchten wir wieviel Weinberge in den Fluren der Siedlungen der einzelnen Komitate mindestens 100 Katastraljoch betrugen (57 ha), und welche von ihnen die bedeutendsten waren.

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