Für Lajos szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1986-1987 (Budapest, 1987)

TANULMÁNYOK - Wohlné Nagy Ágota: A kamilla Magyarországon a XX. században

Sie ist anspruchslos und wächst überall. Ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber alkalischen Böden verdankt sie, daß sie auch auf Böden mit einem hohen Alkali­salzgehalt blühen kann. In Ungarn befaßt man sich in den großen alkalischen Gebieten der Tiefebene seit dem vorigen Jahrhundert mit ihrem Sammeln über den eigenen Bedarf hinaus für Handelszwecke. Zu ihrem Sammeln verwendet man ein spezielles Gerät, den Kamillenkamm. Seit den 20-er Jahren war unser Export immer herausragend. Lange Zeit konnte Ungarn den 3/4 Teil des Kamillenverbrauches der ganzen Welt sichern. Seit den 1960-er Jahren produzieren wir sie auch. Sie wird ausgesät auf einer Fläche von 200-300 Katasterjochen. Einige Jahre lang wurde sie erfolgreich in Biharugra, auf dem Schlammboden der zum Ruhen stillgelegten Fischteiche ange­baut. In der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Szilasmenti wurde ihre mechanisierte Produktionstechnologie ausgearbeitet. Jährlich werden etwa 300 Tonnen Kamillenblüten und 150—200 kg ätherische Öle exportiert. Ihre Bedeu­tung wird sich voraussichtlich auch in Zukunft nicht vermindern, umso mehr, weil sie den Ackerpflanzen die qualitativ guten Böden nicht entzieht, im Gegenteil, sie ist eine dankbare Pflanze für die zur landwirtschaftlichen ungeeigneten, alkalischen Böden mit schlechter Ertragsfahigkeit.

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