Für Lajos szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1986-1987 (Budapest, 1987)
TANULMÁNYOK - Pintér János: Adalékok Kecskemét szőlőtermesztéséhez a századelőn
Bis zu den 90-er Jahren hat sich herausgestellt, daß die Phylloxera auf der Mehrheit der sandigen Böden nicht lebensfähig ist, deshalb begann man einen großangelegten Weinanbau vor allem zwischen Donau und Theiß. Infolgedessen war mehr als ein Drittel der ungarischen Weinbaugegend bis 1913 zwischen Donau und Theiß angesiedelt. Diese Studie will ein Bild über diesen Zeitraum unter Verarbeitung der Antworten vermitteln, die auf Fragebögen der Zentralen Versuchsstation für Weinbau und des Institutes für Ampelologie gegeben wurden. Diese Quellen beziehen sich teils auf die Klaberanlage um Kecskemét, und teils auf die Szikraer Weingegend der Stadt Kecskemét und ebenfalls auf die Kecskeméter Weinbauanlage Miklós. Die Fragebögen bezogen sich auf die Entwicklunge, den Anbau und den Absatz von Weintrauben. Aus den Angaben zwischen 1902—1906 gewinnen wir einen Einblick in fast alle Fragen des Weinbaues um Kecskemét. Nach dem Anbau und der Düngung lernen wir die verschiedenen Schnittmethoden und die abweichenden Knospungszeiten kennen erfahren, welche Frostschäden hierbei auftraten. Abhängig vom Wetter sind die Weinblütezeiten und die Zeitpunkte der sogenannten Laubarbeiten gehackt und gespritz. Der Zeitpunkt der Reife und der Weinlese hat sich ebenfalls wetterabhängig stark geändert. Aus der Geschichte des ungarischen Weinanbaues und der Weinproduktion aus der kapitalistischen Zeit sind nur wenig zusammenhängende, kontinuierliche und über Jahre hindurch verfolgbare Studien vorhanden. Deshalb sind wir der Meinung, daß diese kurze Quellenübersicht zur vollkommeneren Erschließung des Weinbaues zwischen Donau und Theiß beitragen kann.