Für Lajos szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1986-1987 (Budapest, 1987)
TANULMÁNYOK - N. Kiss István: Bortermelés és társadalmi viszonyok a muraközi uradalomban (1670—1720)
76 Florin auf einen adeligen Weinbauer. Die Kaufkraft dieser Summen zeigt das folgende Marktverhältnis: für 39 Florin konnte man fünf, 76 Florin acht-neun Kühe-auf dem Lokalmarkt kaufen. Man sollte Frtragswerte den Schlüßelzahlen der bäuerlichen Steuerung gegenüberstellen. Die Durchschnittshufe war seit der 17. Jahrhunderts die Viertelhufe, demgemäss bestimmten die domänialen Offizie re nach der Einheit von einer Viertelhufe die grundherrlichen und staatlichen Lasten. Die gesamte Steuerlast, die Fron und andere Leistungen inbegriffen, hatte 1672 den Wert von 32,2, 1692 den von 38,1 und 1720 den von 32,8 Florin, dabei ist es ersichtlich, daß ein Durchschittsbauer allein aus dem 39 Florin hohen Weineinkommen seine ganze Steuerst, begleichen konnte. Und es soll zugefügt werden, daß 1720 aus jeden drei Hörigen zwei gleichzeitig auch Weinbauern waren. Der Weinbauer war in der Muhrinsel, so wie überall in dem feudalen ungarischen Königreich, ein ständiger und Bedeutender Faktor der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Durch seine bekannte Eigenschaften wurde der Weinbau das Hauptmittel der bäuerlichen Akkumulation, das wegen der starken Marktnachfrage den Weinbesitzern eine ständie Bareinnahme zusicherte. Zur gleichen Zeit verkörperte das Weingut beim Verkaufen einen hohen Kapitalwert. Das Weingut, als Produktions- und Besitzform, war außerordentlich widerstandsfähig und der Ausmaß der Verwüstung von Ackern war immer schneller und häufiger, als der von Weingärten. Hinsichtlich dessen, daß der Verkehr der Weingärten frei war und der An- und Verkauf der Parzellen wegen der Vorteile einen städigen Prozess darstellte, verschlang dieser Prozess auch einen beträchtlichen Teil des Geldkapitals, das bei den wohlhabenden Bauern akkumuliert wurde. Der sichere und wichtige Weg der de facto Befreiung und Bereicherung der Hörigen, der Überwindung der feudalen Schranken war in Ungarn jahrhundertelang der Weinbau.