Für Lajos szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1984-1985 (Budapest, 1985)

Takács Imre: Földművelésügyi kormányzatunk fő feladatai az 1914/18. évi világháborút követő békekötés utáni első években

FORRÁSOK 1. A szövegben hivatkozott törvények és rendeletek tekintetében a Magyar Törvénytárnák és a Ma­gyarországi Rendeletek Tárának megfelelő kötetei; 2. A hivatkozott törvények javaslatainak miniszteri indoklásai; 3. A Földmívelési Értesítő 1922. évi 22., 23., 24., 26., 27., 29., 31., 35., 37. és 39. számai; 4. A kormány működéséről és az ország közállapotairól az országgyűlés elé terjesztett 1920—1924. évi jelentéseknek a Földművelésügyi Minisztérium működésére vonatkozó fejezetei. DIE WICHTIGSTEN ZIELSETZUNGEN DER LANDWIRTSCHAFTLICHEN LANDESVERWALTUNG IN DEN ERSTEN JAHREN NACH DEM FRIEDENSVERTRAG DES WELTKRIEGES 1914—1918. Nach dem Friedensvertrag von Trianon änderten sich die Bedingungen der land­wirtschaftlichen Entwicklung in Ungarn, was sich auf zwei Ursachen zurückführen lässt. Das Gebiet des Landes verminderte sich auf ein Drittel und die internationale Lage Ungarns änderte sich wesentlich. Es gab Veränderungen in der Grösse der einzelnen Anbauungszweige und nach der allmählichen Konsolidation des wirt­schaftlichen Lebens wurde durch die Behebung des gemeinsamen Österreich-unga­rischen Zollgebietes der Export unserer landwirtschaftlichen Produkte schwieriger. Durch die Gebietsveränderung wuchs — mit den ehemaligen Verhältnissen vergli­chen- die Grösse der Ackerfelder von 45,5% auf 60,2%, und der Weingärten von 1,1% auf 2,3%, hingegen fiel der Prozentsatz bei den Wäldern von 26% auf kaum 12% zurück. Damit seien nur die wichtigsten Veränderungen erwähnt. Zu gleicher Zeit änderte sich auch die Struktur der Aussaat im Ackerfeld. Ein weiterer Faktor, der die ganze wirtschaftliche Entwicklung Ungarns in der ersten Nachkriegszeit bestimmte, war der grosse Zuwachs der Bevölkerungsdichte. Es waren nämlich die meist bewohnten westlichen und mitleren Gebiete des Landes erhalten geblieben. Die Bevölkerungsdichte des Jahres 1910 betrug pro Km 2 64,6 und die des Jahres 1920 war trotz der Blutverluste des Krieges nahezu 86. Die noch überwiegend extensive Landwirtschaft und die damalige Rückstandigkeit der In­dustrie konnte nur mit Mühe und Not der grösseren Bevölkerungszahl Arbeits­möglichkeiten sichern. In dieser Situation war die Förderung der Industrie unent­behrlich und sie wurde späterhin auch realisiert, wodurch beträchtliche finanzielle Möglichkeiten von der Förderung der Landwirtschaft entzogen wurden. Nach dem ersten Weltkrieg wurde eine Bodenreform vollzogen, die einigermas­sen die Grösse der Grossgrundbesitze minderte. Die Disproportion im Bodenbesitz verblieb aber weiterhin bestehen. (Im Jahre 1935 gehörte noch immer 29,3 der Bodenfläche zu den Grossgrundbesitzen über 1000 Katastraljoch.) Die agrar-sozi­ale Lage wurde umso schwerer, da den Leuten die man zu Bodenbesitz verhalf, im Dürchschitt nur 1,7 Katastraljoch zuteil wurde. Somit vermehrte sich durch die

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