Für Lajos szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1984-1985 (Budapest, 1985)

Balázs György: A csapodi szárazmalom

DIE TROCKENMÜHLE VON CSAPOD Die ungarische Fachliteratur der Mühlen ist ziemlich vielfältig. Die Volkskunde, die Geschichte, die Geschichte der Technik, die Architektur befassen sich gleich­falls mit den Mühlen. Die Differenzierung, die Bezeichnung der verschiedenen Mühlentypen ist nicht eindeutig, besonders derer, die mit menschlicher oder tieri­scher Kraft betrieben werden. Die letzteren können folgenderweise eingereiht werden: a) Mahlmühle, Mahlsteine (Reibsteine) ^ b) Handmühlen >mit menschlicher Kraft betätigt c) Tretmühlen, mit senkrechtem Tretrad ) d) Tretmühlen mit schiefliegendem Tretrad Kraft ^ e) Trockenmuhlen ) Die unter den Begriff der „Trockenmühle" gehörenden Mühlen kann man gemäss der Lage ihres energieweiterbefördernden und energieaufnehmenden Me­chanismus nach — folgenderweise einteilen: 1. mit liegender Axe angetriebene Trockenmühlen 2. Zugmühlen 3. unter dem Kamrad angetriebene Trockenmühlen. Die Fachliteratur befasst sich am meisten mit der Zugmühle die auf der Tiefebe­ne allgemein verbreitet war. Typ 3.) ist von der Mühle in Mekényes vertreten. Typ 1.) der Trockenmühlen ist weniger bekannt. Eine solche kaufte Otto Domonkos in der Gemeinde Csapod im Komitat Győr-Sopron (Raab-Ödenburg) für das „Liszt Ferenc Múzeum" in Sopron (Franz Liszt Museum zu Ödenburg). Diese Mühle wurde etwa in der Mitte des XIX. Jahrhunderts gebaut, später wurde sie aber in zwei Räume eines Langhauses zwischen das Wohnhaus und den Stall überführt. Bis 1884 war sie, als Mahlmühle in Betrieb, demnach hat man sie haupsächlich als Schrotmühle benutzt, nur in Notzeiten mahlte man Weizen in ihr. Die Konstruktion des Typ 1.) unterscheidet sich von den anderen nur insofern, dass eine Liegeachse hier den Antreibsmechanismus mit dem Mahlmechanismus verbindet, die unter dem Fussboden untergebracht und mit Bretterverkleidung bedeckt ist. Die Pferde gehen ausserhalb des grossen Rades, so muss es nicht von der waagerechten Lage herausgekippt werden, so wie bei Typ 2.). Seit dem Jahre 1915 wurde diese Mühle mit einem Verbrennungsmotor versehen. Seit 1937 ist sie ausser Betrieb. Die Familie, der sie ursprünglich gehörte, beschäftigte sich ausser Mahlen und Schrotten auch mit Ackerbau. Wegen ihres aus der Mühle stammenden Einkom­mens gehörten sie zu der wohlhabenderen Schicht des Dorfes.

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