Für Lajos szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1984-1985 (Budapest, 1985)
Für Lajos: A csákvári uradalom állatállománya, 1920—1944. I. rész
DER VIEHBESTAND DES HERRSCHAFTSGUTES ZU CSÁKVÁR, 1920—1944 Der Aufsatz befasst sich mit dem Viehbestand der eigenwirtschaftlich betriebenen Gütern der 56 tausend Katastraljoch (etwa 30 tausend Hektar) umfassenden Domäne der Esterházy Grafen, zwischen den zwei Weltkriegen. Die Domäne lag in Transdanubien, rund um das Vértesgebirge. In den 1920-er Jahren war das Gebiet unter eigenwirtschaftlicher Verwaltung stehenden Gütern der Domäne der Grafen Esterházy 3300 Joch gross, aber zufolge der Wirtschaftskriese stieg dieses Gebiet über 11 tausend Joch, da viele Pächter bankrott wurden. Die neuen Ergebnisse der ungarischen Agrargeschichtsschreibung weisen darauf hin, dass zufolge des Ersten Weltkrieges, in der neuen Lage der Nachkriegszeiten, die landwirtschaftliche Produktion, weder während der vorübergehender Konjuktur, noch in den Jahren kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, gestiegen ist. Konträr: mit den Zeiten Österreichisch-Ungarischen Monarchie verglichen, fiel die Produktion zurück, im besten Fall stagnierte sie. Besonders die Viehzucht war davon betroffen. Der Viehbestand der oben erwähnten und untersuchten Domäne erlitt einen Rückfall, der wesentlich grösser war, als der Landesdurchschnitt. Der Autor hebt hervor, dass vor dem Ersten Weltkrieg auf eine Grossvieheinheit 1,9, zwischen den zwei Weltkriegen 3,2—3,4 Katastraljoch Ackerland fiel. Das wird klar durch die Verminderung der Besatzdichte bewiesen, die mehr als 40% betrug. Hingegen war der Landesdurchschnitt der Besatzdichte, etwa 30%. Gerade so unvorteilhaft ist die Lage der Güter, wenn wir sie mit kleineren territorialen Einheiten vergleichen: mit Transdanubien, mit dem Komitat Fejér, oder mit dem Zentrum der Domäne, das heisst mit dem Dorf Csákvár. Aus den Daten geht hervor, das auf 100 Joch Ackerland des Herrschaftsgutes zu Csákvár etwa mit 20 Grossvieheinheiten weniger fiel, als durchschnittlich in Transdanubien und dass das Herrschaftsgut nur halb so viel Vieh auf einem Katastraljoch Ackerland ernähren konnte, als die Bauern des Dorfes Csákvár. Anderes formuliert: Die Äcker Transdanubiens und die von Csákvár konnten um 50% mehr Vieh ernähren, als die grosswirtschaftlichen Ackerflächen der Domäne. Am Ende betont der Autor, dass die nachteilige Lage der früher auf hohem Niveau stehenden Domäne auch im Vergleich mit anderen Grosswirtschaften ähnlichen Charakters bemerkbar wurde. Die Besatzdichte dieses Gutes steht um vieles hinter den Grosswirtschaften des Komitats Fejér und Transdanubiens. Ein an der Jahrhundertswende noch ausgezeichnet verwaltete und hoch entwickeltes Gut verfügte pro 100 Katastraljoch mit 25,5 über Grossvieheinheiten, hingenen hatte Komitat Fejér 37,9 und Transdanubien im allgemeinen 42,4 Grossvieheinheiten pro 100 Katastraljoch.