Takács Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1978-1980 (Budapest, 1981)

Csöppüs István: A juhállomány alakulása Magyarországon az 1938-1944. években

DIE GESTALTUNG DES SCHAFBESTANDES IN UNGARN (1938-1944) von ISTVÁN CSÖPPÜS Die Zahl der Schafen erhöhte sich zwischen 1935 und 1944 wegen der Kriegskonjunktur und der mehrfachen Gebietsveränderungen (1939-1941) von 1 450 419 auf 2 808 740 Stück (93,7%) in Ungarn. Der Schafbestand erreichte an den vergrösserten Gebieten seinen Höhepunkt 1942 mit 3 752 562 Stück, wonach aber eine zurückfallende Tendenz zu beobachten ist (25,1%). Diese bemer­kenswürdig quantitative Erhöhung des Schafbestandes entstand durch die schon erwähnten Gebiets­veränderungen, doch vorallem durch das Gebiet von Nordsiebenbürgen, das den Tierbestand 1940 mit 86,2% erhöht hat. Es muss aber hingewiesen werden, dass relativ genommen das Wachstum vom weiten nincht so gross gewesen ist, als das von den Zahlen aus festgestellt werden konnte. Zwischen 1938 und 1944 hat sich rühmlich der auf 100 Kat. Joch fallende Tierbestand wesentlich kaum ver­ändert: im Durchschnitt 12,4 bzw. 12,8 Stück. Die auf 100 Rinder fallende Zahl der Schafe hat sich mit 14,6% vermindert, was aber nur eine stärkere Vergrösserung des Rindbestandes zeigt. Es kann also festgestellt werden, dass auf dem vergrösserten Gebiet von Ungarn dem Alter nach der Anteü der Jungschafe zwischen 1935 und 1944 von 51,1% auf 20,0% zurückgesunken ist. Dies weist wieder auf die Verminderung der Zuchtlust hin, die sich mit den niedrigen Übernahms­preisen der Wolle zu erklären lässt. Der Anteil der Geschlechte weist aber eine Vergrösserung an Zibben auf, d. h. eine Erhöhung von 41,6% auf 71,3%. Während des zweiten Weltkrieges haben sich die Rassentypen des Schafbestandes auch stark verändert. Der Anteil der Langwollschafe hat sich zu dieser Zeit von 23,2% auf 43,8% erhöht, der Prozentsatz der Kurzwollschafe verminderte sich hingegen von 76,8% auf 56,2%. Diese grosse Verschie­bung der Proportion der Rassentypen wurde durch die Zusammensetzung des Schafbestandes von Nordsiebenbürgen und Karpatho-Ukraine verursacht. Anderseits wurde festgestellt, dass die Wolle nur durch bestimmte Monopolorganisationen (z. B. „Futura") anzukaufen sei. Zur selben Zeit wurde auch die Entscheidung getroffen, dass vom Anfang Sommers 1940 an, die Schlachtung der jungen Lamme und Zibben unter 4 Jahren nicht gestattet sei. Wir haben auch den Anteil des gesammten Schafbestandes nach Regionen untersucht. Diese Untersuchung zeigte eine eigenartige Strukturwandlung des Schafbestandes dar. Im Gegensatz der anderen Tierarten befindet sich nämlich die grössere Hälfte des Schafbestandes (54%) nicht am alten Staatsgebiet (1920-1938), sondern an den angegliederten Gebieten. (Der Anteil von Nordsieben­bürgen war 42%, von Oberungarn, Karpatho-Ukraine und die Batschka je 4%.) Die Gestaltung des Schafbestandes auf dem Gebiet von Trianoner Ungarn wird abgesondert besprochen. Es kann nämlich im weiteren festgestellt werden, dass der Schafbestand zwischen 1938 und 1944 sich mit 24% verringert hat. Eine sinkende Tendenz zeigt auch die Zahl der auf 100 Kat. Joch Wirtschaftsgebiet fallenden Schafen: 12,4 und 10,0 Stück. Die Zahl der auf 100 Rinder fallenden Schafen vermindert sich von 83,6 auf 60,8 Stück. Am Trianoner Gebiet ist der Anteil der Jungtiere schon zwischen 1938 und 1944 von 51,1% auf 23,9% zurückgefallen. Eine wesentliche Veränderung zeigt die Betriebszergliederung des Schafbestandes auch. Der Anteil der Kleinbetriebe (1 -100 Kat. Joch) an dem Gesamtbestand erhöhte sich von 23,3% auf 48,8% (1935-1942), was auf die zunehmende Stärke der Schafzucht durch die Auswirkung der Kriegsereignisse hinwies. Das bedeutende Zunehmen der Proportion der Landguts­kategorien von 0-5 bis 20-50 Kat. Joch soll besonders betont werden: der Anteil der ersten Gruppe ist von 3,9% auf 16,4% gestiegen, während die letztere sich von 7,4% auf 12,0% erhöht hat. Diese Ereignisse weisen auf das Auftauchen der Vermögenskonzentration der Kriegsjahre auch in diesem Bereiche hin.

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