Takács Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1975-1977 (Budapest, 1978)
Vajkai Zsófia: Régi magyar dohányfajták és termesztésük (Juhász Árpád emlékanyag a Magyar Mezőgazdasági Múzeum adattárában)
In Ungarns führte man ab 1851 das Monopol ein, und danach infolge des Zusammenspiels verschiedener Gründe verschlechterte sich die Quaütät des ungarischen Tabaks allmählich. Die Gründe dafür waren: 1. Die Interessen der Monarchie lenkten den Anbau, d.h. entsprechend der Nachfrage liess man in Ungarn hauptsächlich Schnupftabak anbauen. 2. Wegen Transportschwierigkeiten erstattete man die Anbauerlaubnis in der Nähe der am besten ausnutzbaren Wasserwege, sich nicht darum kümmernd, dass der Boden für den Tabakanbau nicht gänzlich geeignet ist. 3. Weder die Produzenten, noch die Gefällsbeamten achteten auf die Erzeugung eines reinen Saatgutes; es öffnete sich damit der Weg zu einer grossen Sortenvermischung, weil man eine falsche Anbauart anwendete und nebeneinander verschiedene Tabaksorten anbaute. 4. Die Tabakgärtner, die oft von Jahr zu Jahr auf einem anderen Gut in Dienst traten, trugen den Tabaksamen von einem Landesteil in den anderen und die einzelnen Sorten wurden nicht in dem entsprechenden Gebietsanbaubereich ausgepflanzt. 5. Von der Jahrhundertwende an trat noch ein Faktor auf: durch Verschwinden der Rodeböden musste der Tabak in die Fruchtfolge gestellt werden, die oft schlecht gewählt wurde. 6. Durch die schlechten Bodenverhältnisse erschienen unter den geschwächten Tabaken zwei Schädlinge: das Buttergras und der Trips, und verschlechterten weiter die Qualität. 7. Zuletz möchten wir die Veränderung der Rauchgewohnheiten erwähnen, nämlich, gegenüber den bisherigen Schnupf- und Pfeifentabaken, wurde immer mehr nach Zigarren- und Zigarettentabake angefragt, und so wurden die ungarischen Pfeifentabake in den Hintergrund gedrängt. Der Gedanke der Sortenverbesserung trat aus obigen Gründen bereits 1908 auf, aber namenswerte Ergebnisse wurden erst mit den Methoden von Árpád Juhász erreicht, der die folgenden Verfahren zur Verbesserung der ungarischen Tabaksorten anwandte: - Einzelzucht der besten Sorten; — richtige Behandlung; — Kreuzung ausländischer und ungarischer Tabake; - Rassenrekonstruktion der alten ungarischen Gebietssorten. Árpád Juhász erzielte besonders mit der Sortenrekonstruktion Erfolge Als Ergebnis seiner zehnjährigen Arbeit verbesserte er bei den alten ungarischen Debrecener, Garten- und Szuloker Tabaksorten durch Aufrechterhaltung ihres Sortencharakters bedeutend deren Fruchtbarkeit und die Quaütät ihrer Blätter. Das Ergebnis seiner Tätigkeit war, dass der Sortencharakter der Tabake ein einheitlicheres Büd zeigte, d.h. es gelang reine Sorten zu erzeugen. Sein grosser Verdienst ist, dass er zu den ersten unserer Tabakzücher gehörte, die die Wichtigkeit der Gebietsforschung erkannten. ABBILDUNGEN Árpád Juhász im Jahre 1907 Tabakscheunen nach ungarischen System in der Tabakversuchsanstalt, Debrecen-Pallag (1898) Tabaksorte „Szegedirózsa", Debrecen-Pallag (1899) Tabaksorte „Debreceni", veredelt von Árpád Juhász (1926) Tabaksorte „Szabolcsi", veredelt von Árpád Juhász (1926) yeredelter Bauerntabak Nr. 85. Debrecen-Pallag (1926) Árpád Juhász in Gesellschaft von Proberauchem in den 1930-er Jahren. Debrecen-Pallag Übernahme des Tabaks im Jahre 1928 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.