Takács Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1973-1974 (Budapest, 1975)

Samen- und Fruchtfunde von Pflanzen in Ungarn von der Jungsteinzeit bis zum XVIII. Jahrhundert. II

Von den Weizensorten stehen uns die meisten Angaben von der Jungsteinzeit und Bronzezeit über den Anbau von Triticum monococcum zur Verfügung. Von den in der vorhergehenden Abhandlung erwähnten 20 und den neuerlichen 13 Fundstellen, wo verkohlte Kornfruchte und Abdrücke von Weizenartengefunden wurden, stammen 6 Fundstellen aus dem Neohthikum und 18 Fundstellen aus der Bronzezeit. In der spateren Epoche kam jedoch diese Sorte unter dem gewöhnlichen Weizen nur vereinzelt, in geringer Anzahl vor. Eine Ausnahme büdet die aus dem XVIII-XIX. Jh. stammende Getreideerdmiete in Isaszeg, wo diese Sorte rein übrigblieb. Das Triticum dicoccon kam zu gleicher Zeit mit dem Triticum monococcum, fast in gleichen Fundstellen zum Vorschein. Von den in der früheren Abhandlung besprochenen 17 und neuerlich geprüften 12 Fundstellen stammen 4 aus dem Neohthikum, 15 aus der Bronzezeit, 1 aus der Spätbronzezeit, 3 aus der früheren Eisenzeit, 1 aus der Römerzeit, 4 aus dem römerzeitlichen Barbarikum und 1 aus einer Fundstelle unbekannten Zeitalters. In Anbetracht der Vorkommnis - Verhaltnisse kam diese Weizensorte bei den Ausgrabungen folgendermassen zum Vorschein: 1. als Hauptpflanze; das Triticum monococcum war darunter nur in geringer Zahl vorfindbar, z.B. bei den Ausgrabungen der aus der Jungsteinzeit stammenden Fundorte von Dévaványa-Réhelyigát und Pári-Altacker, bei den Ausgrabungen der aus der Bronzezeit stammenden Fundorte in Mende-Leányvár, Jászdózsa-Kápolnahalom, Százhalombatta-Téglagyár, Tiszaeszlár-Bashalom, des aus der früheren Eisenzeit stammenden Fundortes in Celldömölk-Sághegy, des aus dem römerzeitlichen Barbarikum stammenden Fundortes von Szalkszentmárton-Dögtemetó'. 2. Fast in gleichem Verhältnis, gemeinsam mit dem Triticum monococcum kam diese Weizenart bei den Ausgrabungen des jungsteinzeitlichen Fundortes in Szeged-Gyálarét und der aus der Bronzezeit in Dömsöd-Apaj und Pécs-Nagyárpád zum Vorschein. 3. Vereinzelt fanden wir sie unter dem Triticum monococcum z.B. bei den Ausgrabungen des jungsteinzeitlichen Fundortes in Röszke-Lúdvár, der Fundorte aus der Bronzezeit in Alpár, Balatonboglár-Szárszó, Bölcske-Vörösgyir, Mende-Leányvár, Pákozd-Vár, Százhalombatta-Téglagyár und des aus der Spätbronzezeit stammenden Fundortes in Poroszló-Aponhát. Aufgrund vorerwähnten Abhandlung ist es wahrscheinlich, dass die beiden grannigen Weizenarten sowohl in der Jungsteinzeit, als auch in der Bronzezeit von gleicher Bedeutung waren. Den Vorkommnis-Verhaltnissen nach können wir im Karpatenbecken zu gleicher Zeit von der Jungsteinzeit angefangen auch auf eine verhältnismässig entwickelte Landwirtschaft schliessen. Dies unterstützten die aus der Jungsteinzeit stammenden Funde aus Dévaványa und Pari, wo das Triticum dicoccon als Hauptpflanze in grösseren Mengen zum Vorschein kam, sowie die Pflanzenzusammensetzung der Funde, die aus den Ausgrabungen der Siedlung von der Bronzezeit in Százhalombatta-Téglagyár stammen, wo das Triticum monococcum in einem separaten Gefass war und das Triticum dicoccon an einer anderen Fundstelle gefunden wurde. Die Ausgrabungen der Siedlung in Mende-Leányvár zeigten, dass auf der einen Stelle unter den in vier Gruppen zum Vorschein gekommenen Ptlanzenfünden im gleichen Verhältnis Triticum monococcum und Triticum dicoccon vorhanden war, wahrend auf einer anderen Stelle nur Triticum dicoccon, mit einigen anderen Pflanzen vermischt, gefunden wurde. Demnach ist es ausgeschlossen, dass die Pflenzenzusammensetzung der als Beispiel angegebenen Fundstelle nur ein Zufall wäre. Die Anbaubedeutung der beiden Weizensorten verminderte sich aber nach der Bronzezeit immer mehr, und kam in einigen spateren Fundgruppen nur stellenweise vor. Das Triticum aestivum, das einen höheren Ernteertrag hatte, wurde bereits in der Bronzezeit an 9 Fundstellen aufgefunden. Der Anbau dieser Sorte war jedoch in dieser Epoche von viel kleinerer Bedeutung, als der der zwei grannigen Weizensorten. Der gemeine Weizen kam erst von der Früheisenzeit angefangen häufiger vor - was auch durch das Vorkommen in den 33 Fundstellen der spateren Zeitalter bestätigt wurde. Aufgrund der Funde war die Gerste in jedem Zeitalter, angefangen von der Jungsteinzeit, auf dem Gebiete unseres Landes von Bedeutung. Ihre Ernte wurde bereits auf der Siedlung der Jungsteinzeit in Dévaványa-Réhelyi gát, abgesondert von dem Triticum dicoccon gespeichert. Die frühesten Angaben über den Roggen sind uns aus den Ausgrabungen von aus der Mitte der Bronzezeit stammenden Ároktő-Dongóhalom bekannt. Aus der Häufigkeit in den einzelnen Zeitaltern

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