Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Takács, Lajos: Die Hakensichel in Ungarn

Ihre Spuren sind auch bei uns in Ungarn zu finden. Besonders interessant ist es, daß ein sehr wichtiger Hakensichelfund der Römerzeit, unweit der Ortschaft Szálacska im Tal des Flusses Kapos zum Vorschein kam — also eben auf dem Gebiet, wo sich eine namhafte Siedlung der Kelten entwickelt hat und uns auch die Bogensichel der Keltenzeit selbst bewahrt wurde. 4 Auf der Seitenwand eines in Fenékpuszta gefundenen Schmuckkästchens der Römerzeit wird der Sommer dargestellt, und zwar so, daß ein Jügling in der einen Hand eine Getreidegarbe, in der anderen aber eine Hakensichel hält 5 (Abb. 2). Was die Hakensicheln der Römerzeit betrifft, ist es beachtenswert, daß ein beträchtlicher Teil von diesen mit Tülle an den Stiel befestigt wurde. Obzwar die Tüllensichel ein althergebrachtes Gerät ist und z. B. nicht nur in Westeuropa, 6 sondern auch in Mittel- und Ostasiien seit der Bronzezeit Abb. 2. Hakensichelbild auf der Seitenwand eines Schmuckkästchens der Römerzeit (Fenékpuszta) Wissenschaftliche Mitteilungen aus Bosnien und der Herzegovina V: 1897 164.(Taf. LXV/5.) 4 DARNAY, K. Kelta pénzverő és öntőmühely Szalacskán (Keltische Münzstätte und Giesserei in Szálacska). Archeológiai Értesítő 1906. 416—433. — SZ. DARNAY, K. Kelta pénzverő és öntőműhely Szalacskán (Keltische Münzstätte und Gießerei in Szálacska). Archeológiai Értesítő 1910. 130—140. 5HAMPEL, J. Alterthümer des frühen Mittelalters in Ungarn. Braunschweig 1905. I. 107—108. II. 227 (Taf. 181). 6CURWEN, E. C. — HATT, G. Plough and Pasture, the Early History of Farming. New York 1953.

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