Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)
Martha, Zsuzsanna: Die Umwandlung der traditionellen Geflügelzucht in Ungarn
Ministerium im Jahre 1897 — nach englischem Vorbild — eine zur Zucht für allerlei Hausgeflügel geeignete, mit Fachunterricht verbundene Musterzuchtstation in Gödöllő (bei. Budapest) errichten. 6 Die Tätigkeit mehrerer Fachvereine und die Vorführung des Geflügels auf Ausstellungen sowie dort ihre Prämiierung dienten gleichfalls zur Verbreitung der zur Ausbildung einer moderneren Technologie der Geflügelzucht nötigen Kenntnisse. Nach dem ersten Weltkrieg wurden die ungarische Landwirtschaft und innerhalb dieser die Geflügelzucht vor eine neue Lage gestellt. Insbesondere seit 1925 gestalteten sich die Exportmöglichkeiten unserer Geflügelprodukte von neuem günstig.'' Die quantitative Entwicklung der ungarischen Geflügelzucht zeigt, daß in dem auf das Drittel zusammengeschrumpften Gebiet des Landes beinahe die gleiche Anzahl — im Jahre 1935 insgesamt 21,9 Millionen Stück — Geflügel gezüchtet wurden, wie im großen Gebiet Ungarns zur Jahrhundertwende. 8 Es war jedoch zu befürchten, daß die Geflügel- und Geflügelproduktenausfuhr. zufolge der zunehmenden internationalen Konkurrenz, in der Perspektive zurückfallen wird. Deshalb arbeitete das Ackerbauministerium im Jahre 1927 zur Förderung der Geflügelzucht und der Eierproduktion Direktiven aus. Unter diesen stand an erster Stelle die regelmäßige Kreuzung des gemischten Hühnerbestandes der Dörfer und Gehöfte mit Rhodeländer-Hähnen, um einen Hühnertyp auszuzüchten, der größer als das ungarische Landhuhn ist und sich sowohl für Fleisch- wie auch für Eierproduktion gut eignet, also eine doppelte Verwendung finden kann. Die Kreuzung mit den Rhodeländer-Hähnen hat auf den ungarischen Landhühnerbestand bis auf die heutigen Tage eine anhaltende Wirkung ausgeübt. In den 20er Jahren entwickelte sich westlich von Ungarn eine große Konjunktur der farmartigen Geflügelhaltung, von deren Wellen auch dieses Land berührt wurde. 9 Die Mehrheit der Geflügelfarmer hat sich aus dem Kreise der Intelligenz und des Kleinbürgertums zusammengesetzt, von denen viele mit Leghorn- und Rhodeländer-Hühnern an das ihnen fremde Unternehmen ohne Fachkenntnisse und ohne Kapital herangegangen sind. Das Ackerbauministerium hat vom Jahre 1928 an auch die Errichtung von Geflügelfarmen unter die vom Staat unterstützten Aktionen gereiht: die Investierung wurde durch Staatsanleihen ermöglicht, die Farmen erhielten kostenlose Fachberatung und bezüglich des Hühnertyphus und der Tuberkulose wurden sie tierhygienisch betreut. 10 Die mit angekauftem Futter in Betrieb gehaltenen, gewöhnlich von „Amateuren" geführten auf Bratgeflügel- oder Eierproduktion eingestellten MonoG A földmívelésügyi ministernek 1897. évi működéséről a törvényhozás elé terjesztett jelentése (Bericht des Ackerbauministers über seine Tätigkeit im J. 1897, vorgelegt der Gesetzgebung). Budapest 1898. 103. 7 A földmívelésügyi tárca beruházásai (1925—1929) (Investitionen des Ackerbauministeriums 1925—1929). Budapest 1929. 82. 8 Magyarország mezőgazdaságának főbb üzemi adatai az 1935. évben a gazdaságok (üzemek) nagysága szerint (Wichtigere Betriebsangaben der Landwirtschaft Ungarns i. J. 1935 nach Betriebsgrößen). Magyar Statisztikai Közlemények, új sorozat 112: 1941. 81.* ^WINKLER, J. A baromfitenyésztés üzemtani megvilágításban (Die Geflügelzucht im Licht der Betriebslehre). Mezőgazdasági Közlöny 8: 1935. 386. l0 MANNINGER, R. A baromfitenyészetek állami egészségügyi ellenőrzésének eredménye az 1928—1932. években (Ergebnisse der staatlichen Gesundheitskontrolle der Geflügelzuchten in den Jahren 1928—1932). Budapest 1933. 1.