Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Selmeczi-Kovács, Attila: Handgeräte für das Garbenbinden und die Einbringung des Getreides in Ungarn

Abb. 1. Haken für Büschelsammeln aus dem Magazin für Ackerbau des Ungarischen Landwirtschaftlichen Museums: a. Natürlicher Haken. Inv. Nr.: 66.513. 1. — b. Ein­gezapfter Haken. Inv. Nr. 62.727. 1. — c. Sichelförmiger Eisenhaken. Inv. Nr.: 61.1235. 2. Die wichtigsten Handgeräte des zwischen den beiden grundlegenden Ar­beitsformen: der Ernte und dem Dreschen bestehenden einheitlichen Arbeitspro­zesses waren: der Haken für Büschelsammeln, der Bindestock, der Nachrechen und die Garbengabel. Die ursprüngliche Form des Hakens für Büschelsammeln ist ein von Natur aus krummer Ast von etwa 40—60 cm Länge. Oft wurden zwei Aststücke hakenförmig ineinander gezapft. Neulich ist auch eine Sichel­form dieses Handgeräts in Gebrauch (Abb. 1). Außer diesem speziellen Gerät wurde in sekundärer Funktion auch die Sichel zum Büschelsammeln verwendet (Transdanubien). 4 Die Personen, die diese Arbeit verrichteten, waren die sog. Büschelsammler, die mit ihrem Haken nach dem Schnitter gingen, die ab­gemähten Getreidehalme an sich gezogen und mit der Hand zu Büscheln zu­sammengestellt haben. Die zusammengestellten Büschel wurden dann auf ein Strohseil gelegt, und von den Garbenbindern zu einer Garbe zusammengebun­*In Nordostungarn (Komitat Szabolcs-Szatmár) wurde in einzelnen Gebieten ein vierzinkiger Rechen mit kurzem Stiel, oder eine mit kurzem Stiel versehene, kleine, gekrümmte, dreizackige Holzgabel zum Sammeln von Büscheln angewendet.

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