Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Kramarik, Jaroslav: Die geographische Verbreitung der Arl in Böhmen und Mähren und ihre kulturhistorische Bedeutung

den kulturellen oder ethnographischen Gebieten zusammen, oder es äußert sich in ihnen eine gewisse kulturelle Kontinuität. Zum Beispiel bedeckt der nákolesník das ganze Gebiet Südwestböhmens, welches eine Reihe von ethno­grapisehen Eigenartigkeiten hat und vom Standpunkt der Dialektologie aus­drucksvoll ist; die gegenwärtigen Sprachforscher sprechen von sogenannten südwestlichen Dialekten in Böhmen. Das Gebiet der sogenannten böhmischen Arl erreicht im Osten Westmähren, welches kulturell mit Ost- bzw. Südost­böhmen verbunden ist. Ein ähnlicher Zusammenhang existiert zwischen Nord­ostböhmen und Nordwestmähren. Der wallachische Haken ist in Mähren auf die Wallachei und das Teschengebiet beschränkt, also auf ein Rückzugs- und jun­ges Kolonisationsgebiet. Die Grenzen der Gebiete waren ständig vor allem im Süden. An einer Reihe von Stellen wurden sie von geographischen Erscheinungen gebildet, besonders von Gebirgen und Flüssen, das gilt aber nicht allgemein. Eine sehr kleine, ja fast keine Rolle spielte in dieser Hinisicht der ethnische Faktor Im Falle der Arl könnte das im südlichen Teil der böhmischen Länder auf die Tatsache hinweisen, daß diese Arle schon vor den Ankunft der deutschen Ko­lonisten hier waren, im Norden dagegen, daß es sich um jüngere Geräte han­delt, welche sich im Wege des landwirtschaftlichen Fortschrittes verbrei­teten. Trotz der großen Arbeit an der Raumsynthese, die in den böhmischen Ländern geleistet wurde, bleiben noch viele analytische Forschungen übrig, um unsere Karte zu präzisieren. Die bisherigen ausführlichen Untersuchun­gen bieten nämlich nicht nur eine ganze Reihe von regional wichtigen Erkennt­nissen, sondern tauch Impulse zur umfassender Betrachtung. 17 257

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