Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Kramarik, Jaroslav: Die geographische Verbreitung der Arl in Böhmen und Mähren und ihre kulturhistorische Bedeutung

Abb. 5. Stelze des Trautenauer Hakens Eine Reihe von Forschern weisen auf die Reife des Trautenauer Hakens hin und einige nehmen aufgrund von Ort und Zeit seiner Herrichtung — ich glaube, richtig — einen Zusammenhang zwischen ihm und dem Ruchadlo­Pflug an. Eine große neuzeitliche Verbreitung in der westlichen Nachbarschaft des Trautenauer Hakens erreichte eine weitere sohlenlose Arl, der sogenannte Perzhaken. Nachrichten in der Literatur des 19. Jahrhunderts beweisen, daß dieser Haken bezüglich der Konstruktion in vielem dem Trautenauer Haken ähnlich war, sich aber von ihm durch seine mächtigen Streichbretter, die sich an die Sohlensäule dicht anschlössen, unterschied. Er war sichtlich im 18. Jahrhundert auf ein kleineres Gebiet beschränkt, oder entstand eher zu jener Zeit; zur Zeit des großen Hungers in den 70er Jahren dieses Jahrhunderts begann er vor allem im Saazer Gebiet Fuß zu fassen und von dort verbreitete er sich nach dem Süden. Im 19. Jahrhundert treffen wir ihn sogar in der Klatovy- und Domazlice-Gegend an, also in ziemlich entfernten Gebieten. Seine Verbreitung hängt auch mit der Entwicklung des Kartoffelbaus und in der Gegend von Saaz und Louny auch mit dem Hopfenanbau zusammen (Abb. 6—7). Dem Perzhaken war der sogenannte Sandpärz ähnlich, mit demselben Gerüst, aber mit anderer Schar und kleineren Streichbrettchen. Beide Geräte entsprechen in konstruktioneller Hinsicht dem sogenannten Erzgebirgehaken,

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