Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Tloczek, Ignacy F.: Traditionelle Formen der ländlichen Bauten in Ostpolen

mefläche der Feuerstätte soweit wie möglich zu vergrößern. Zu diesem Zwecke wurde ein zusätzlicher Ofen mit eigener Feuerung in der Scheidewand zwi­schen beiden Stuben gebaut, so daß das Wärmefassungsvermögen um ca. 25 v. H. vergrößert wurde. Die Masse von Lehm und Backstein, eingebaut in Schornstein, Backofen, Küchenherd und zusätzlichen Ofen, bildete eine große Wärmeakkumulation. Die Verlängerung der Rauchabzugskanäle war vom Holz als Brennstoff bedingt (lange Flamme und schneller Verbrennungs­prozeß). (Abb. 6.) Die klare und einfache Wohnungsfunktion, kompakte architektonische Form und ungewöhnlich große Wärmekapazität, mit bescheidenen technischen Mitteln Abb. 6. F eue rung s system in einer Dreizimmervohnung. Schematische Darstellung erreicht, berechtigt uns, dieses Bauernhaus als ein Muster der polnischen tra­ditionellen ländlichen Baukunst anzuerkennen. Seine Planungsidee konnte man verschiedenartig anwenden und in zahlreichen Varianten wiederholen, oder bei Zusammensetzungen als ein Hauptelement verwerten. Eine derartige Zu­sammensetzung von zwei primären Segmenten stellt eine Vierzimmerwohnung dar, für eine große Familie, mit zwei Haupteingangstüren und einer Loggia an der Vorderseite. Der den Rauch von zwei entfernten Feuerstätten fassende Schornstein wurde von einem geräumigen Sockel gestützt, in dem eine Kammer Platz finden konnte. In den Obigen habe ich anzudeuten versucht, auf welche Weise die alt­heimische polnische Bautechnik vom Mutterlande her in das Nachbarland ein­10 145

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