Matolcsi János szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1967-1968 (Budapest, 1968)
Der Weinbau in Ászár um die Jahrhundertwende
ahol Szilárd Gyula „tanár úr" vezetése alatt gyakorlatban sajátították el a termelés valamennyi lényeges fortélyát és hasznos tudnivalóit. 103 Mindezek alapján talán nem túlzás azt állítanunk, hogy az ászári szőlőgazdaság — elsősorban Szilárd Gyula érdemeit dicsérve —- a dunántúli homoki szőlőkultúra egyik igen jelentős kisugárzó góca lett. DER WEINBAU IN ÁSZÁR UM DIE JAHRESWENDE von LAJOS FÜR Der Weinbau wurde in Ászár, in der Umgebung des Vértes Gebirge, am Ende des XIXten Jahrhunderts durch die Csákvárer Domäne der Grafen Eszterházy, Besitzer von ungefähr 63 000 Joch, angelegt. Im Studium, welches sich mit dem verhältnismässig kurzen Abschnitt (1893—1914) der Weinbauwirtschaft beschäftigt, werden die mit den Fragen der Anpflanzung, Produktion, Absatz und Ertragsfähigkeit verbundenen, wuchtigeren agrarhistorischen Probleme zusammengefasst. Einleitend werden jedoch die Verhältnisse geschildert, welche sich in Folge der Aufhebung der Leibeigenschaft auch auf dem Gebiete der Csákvárer Domäne einstellten. In den Dörfern der Domäne gab es nämlich ein sehr bedeutendes Gebiet von Weingärten, (ungefähr 1800 Katastraljoch), welche in Benutzung der Bauern standen, die nach ihnen den Zehnten ihrem Gutsherrn abgaben. Die Bezahlung der diese Felder belastenden Weinzehnten feudalen Charakters wurde jedoch weder durch die befreienden Gesetzes des Jahres 1848, noch durch das Urbarialpatent vom Jahre 1853 abgeschafft. Dieser Teil des Studiums befasst sich einerseits damit, wie dieser Zehnte feudalen Ursprungs nach 1848 mit einer Geldleistungsverpflichtung abgelöst wurde und andererseits, wie dann die Domäne, als ein hierauf folgender Schritt, der Reihe nach sogenannte Erbablösungsvertrage mit allen ihren Weingartengemeinden abgeschlossen hat und wie die Weingärten bestellenden Bauern auf diese Weise das Eigentumsrecht ihrer Weingartenböden erwarben. Ein-zwei Jahrzehnte nach dem Ausfall der Weinzehnte-Einnahmen, welche bis dahin eine wichtige Rolle in der wirtschaftlichen Bilanz der Domäne erfüllten, hat die Leitung der Domäne in 1893 den Entschluss gefasst, in Ászár eine Weinwirtschaft von 75 kat. Joch anzulegen. Unter den die Errichtung der Wirtschaft veranlassenden Gründen spielte jedoch die am Ende des vorigen Jahrhundertes auch in unserem Lande aufgetretene verheerende Phylloxera-Epidemie, welche ungefähr 50% unserer Weingärten zugrunde richtete, eine sogar noch wichtigere Rolle, als das Ausbleiben der Einnahmen. Die neuere grosszügige Ausbreitung der Weinkultur setzte sich auf den der Epidemie gegenüber immunen Sandböden unter solchen diesen zwangsläufigen und konjunkturellen Umständen ein. Dieser sich im ganzen Lande entfaltenden Bewegung schloss sich —• unter den ersten —• auch die Csákvárer Domäne an, als sie an einem Teile ihres an Sandboden liegenden Besitztums in Ászár eine Wehrwirtschaft gründete. Die zur Anpflanzung benötigten Reben wurden kostenfrei aus der staatlichen Weinbauwirtschaft in Kecskemét bezogen. Die in 1893 begonnene Pflanzung wurde nur am Ende des Jahrhundertes beendet und die Weinstöcke kamen nur zu Beginn des neuen Jahrhundertes massenweise ins Tragen. Nach den mit der Anpflanzung und Kellerei-Einrichtung verbundenen Fragen w 7 erden im Aufsatz einzelnen Produktionsphasen betrachtet. Unter den mit der Produktion zusammenhängenden Fragen werden an erster Stelle die Proportionen der im Produktionslauf verwendeten Taglöhner- und Saisonlohnarbeiten und die prozentuale Verteilung derselben zwischen den einzelnen Arbeitsprozesse untersucht. Demnach werden der Gang und die Formen des Weinbaues : Decken, Öffnen, Rebschnitt, Aufbinden und Hacken erörtert und auch besonders hervorgehoben, dass in der Wirtschaft nebst der modernsten, 103. Kovács József, 76 éves, szóbeli visszaemlékezése. Ászár, 1965. 16 Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 241