Matolcsi János szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1965-1966 (Budapest, 1966)

Donáth Ferenc: A magyar mezőgazdaság háborús kárai 1944-45-ben és azok hatása a mezőgazdasági termelésre

nősen kedvezőtlen körülmény volt a mezőgazdasági termelés helyreállítása szem­pontjából. A háború következménye volt az a teher is, amely a Vörös Hadsereg ellátásából és a jóvátételből hárult a magyar mezőgazdaságra. A Szovjetunió kormá­nyának megértő magatartása, a Vörös Hadsereg parancsnokságának számtalan intézkedésben kifejezésre jutó segítsége nagyban hozzájárult, hogy a magyar paraszt­ságnak rendkívüli erőfeszítések és lemondások árán, de sikerült biztosítani a termelés folytonosságát. DIE KRIEGSSCHÄDEN DER UNGARISCHEN LANDWIRTSCHAFT IN DEN JAHREN 1944-45 UND IHRE AUSWIRKUNG AUF DIE LANDWIRTSCHAFTLICHE PRODUKTION von PBEBNC D0XÁTH Bevor das Land im Október 1944 zum Kriegsschauplatz wurde, waren die Kriegsver­luste der ungarischen Landwirtschaft von nicht wesentlichem Gewicht. Allerdings blieben infolge der Kriegswirtschaft die Erneuerungen hinter dein Mass der Friedensjahre zurück und die Bodenmeliorisation erreichte nicht das Friedensniveau, aber im Tierbestand kam es zu keinem zahlenmässigen Rückfall und die Zusammensetzung der Spezies besserte sich. Infolge der Kriegsereignisse im Inneren des Landes entstand ein Schaden, der den beträchtlichen Teil des lebenden und toten Inventars der ungarischen Landwirtschafl hinnahm. Am schwersten wog der Verlust des Tierbestandes, mehr als 40% der Ge­samtschäden, wobei die bedeutendsten Tiergattungen zur Hälfte bzw. zum Dreiviertelteil vernichtet worden sind. Von dem Tierbestand des Jahres 1942 waren 1945 bloss 42,4% der Rinder, 41% der Pferde, 24,6% der Schweine und 17,3% der Schafe erhalten. Be­sonders arg war der Schaden bei den Zuchttieren, da 52,4% der Zuchtstiere und 66,2% der Rassenhengste umgekommen sind. Dieser quantitative Verlust und qualitative Rückfall im Tierbestand hatte zweifach schwerwiegende Folgen für die Agrarproduktion : Die Passiva der Bodenfruchtbarkeitsbilanz stieg hoch und in der Zugkraftsbilanz der Landwirtschaft entstand ein ungemein starker Ausfall. Dieser Umstand motivierte in den Nachkriegs jähren das allgemein gebräuchliche Einspannen von Kühen und Jungvieh, wodurch die Fortentwicklung des Tierbestandes gehemmt, und die Erzeugung animaler Produkte ungünstig beeinträchtigt war. Der finanziell zweitgrösste Verlust betraf die Produkten Vorräte, mehr als das Dritteil der gesamten Kriegsschäden der Landwirtschaft, womit ein wesentlicher Teil des land­wirtschaftlichen Betriebskapitals zunichte geworden ist. Dieser Umstand verursachte grosse Schwierigkeiten in der Neuorganisierung der Produktion und Wiederbelebung der Erzeugungsprozesse. Insbesondere der Verlust der Vorräte an Edelsaatgut machte sich arg spürbar. Maschinenpark und Geräteinventar der Landwirtschaft waren von ihrem Verlust zwischen 10—30% nicht so ausschlaggebend betroffen, wie der Tierbestand. Das steht aber nicht für das Inventar der Pferdewagen und des Pferdegeschirrs, deren Kriegsverlust auf 50 bzw. 60% geschätzt wurde. In Mangel von Zugtieren und Betriebsstoff konnten selbst die erhalten gebliebenen Maschinen nicht genügend ausgenützt werden. Gewichtige Schäden gab es ferner noch an Wirtschaftsgebäuden und anderen Baulich­keiten der Grossgrundbesitze, die später, nach Gründung der kollektiven Grossbetriebc fühlbar wurden. Ausser alldem hatte die Tatsache, dass das Land zum Kriegsschauplatz wurde, noch weitere direkte und indirekte Folgen, die die landwirtschaftliche Produktion - besonders in den ersten Nachkriegs jähren — vor bedeutende Schwierigkeitensteilten.

Next

/
Oldalképek
Tartalom