Matolcsi János szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1965-1966 (Budapest, 1966)

Für Lajos: Kataszteri felvételek a Csákvári uradalom területén

Das Gebiet der 63 000 Kat. Joch umfassenden Domäne war aber in mehr als 45% bewaldet. Daraus wird verständlich, dass 52% des ganzen Areals in die Klasse der niedri­gen Reinertragsdurchschnitte fiel, indes der mittleren Klasse bloss 31% angehörten, und nicht mehr als 17% erreichte die Klasse der höchsten Durchschnitte. Der für die ganze Domäne berechnete Durchschnittswert des Reinertrages machte 3,2 Gulden per Kat. Joch aus, hingegen dem Landesdurchschnitt von 2,8, also stand der katastrale Reinertragsdurchschnitt der Domäne um 0,4 Gulden höher. Demnach überholte die Domäne Csákvár — trotz ihrer überwiegenden Waldungen — den Landesdurchschnitt um 14%. Dies steht der Tatsache gleich, dass die wirtschaftliche Lage der Domäne um mindestens ähnlichen Abstand über die Durchschnitts Verhältnisse im Lande zu setzen ist. Zuletzt wird die Frage erörtert, inwiefern die Katastralaufnahmen überhaupt geeignet waren, den tatsächlichen Boden erlös zu widerspiegeln. Ein Vergleich des aus Waldungen und Bodenpacht stammenden Einkommens mit dem im Katastral bezeichneten Reiner­trag führt zum Ergebnis, dass der tatsächliche Reinertrag schon in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts mindestens dem Doppelwert des katastralen Reinertrages entsprach. Diesem Umstand zufolge hatte der im Grundkataster festgelegte Reinertragswert ­im Laufe der kommenden, stürmischen Entwicklung der Landwirtschaft — Schritt für Schritt seine relative wertbestimmende Funktion eingebüsst, und figurierte mehr und mehraesein fiktiver, abstrahiert-ideeller Steuerschlüssel.

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