Technikatörténeti szemle 18. (1990-1991)

TANULMÁNYOK - Vámos Éva Katalin: Ein deutscher Unternehmer in der ungarischen Lebensmittelindustrie (Wilhelm Leipziger 1840–1913)

Steuern nach der Produktion. Die Überproduktion wurde von den Produzen­ten dieser Verordnung zugeschrieben. 1888 wurde die Sphitussteuer zur Verbrauchssteuer verändert. Ein Lan­desverbrauch von pro Jahr 800 000 hl (4,5 1 pro Kopf) wurde angenom­men. Die Steuer dieser Menge war niedriger. Sie wurde „Kontingent" ge­nann und unter den Produzenten nach dem Verhältnis der Produktion des Vorjahres aufgeteilt. Der von den einzelnen Spiritusfabriken nicht genutzte Kontingent an Sprit wurde zum Handelsgegenstand (9). Da es zu dieser Zeit in Ungarn eine Überproduktion an Sprit gab, schlössen sich die Produzenten von Zeit zu Zeit zu Kartehen zusammen, die sich dann wieder auflösten. Zu den die Ergebnisse der Spiritusproduzenten beeinflussenden Fakto­ren gehörte noch dkV Exportprämie, und zwar sowohl jene, die die einhe­imischen Produzenten für den Export des ungarischen Sprits erhielten als auch jene, welehe die Produzenten anderer Länder erhielten. Obwohl Un­garn sich immer seines Lebensmittelexpörtes rühmte, gibt es eine Aufstel­lung von Leipziger selbst, die bezeugt daß die österreichische Spiritusindustrie jährlich das mehrfache dessen exportierte, was die ungarische auf diesem Gebiet leisten konnte, da dort die Produzenten eine höhere Unterstützung erhielten (10). Nach alldem taucht die Frage auf wie Wilhelm Leipziger unter sol­chen Umständen eine sich rasch entwickelnde Sphitusfabrik in Betrieb hal­ten konnte? In erster Reihe mit sozusagen auf wissenschaftlichen Grundlagen ruhender, umsichtiger Entwicklung. Unter den Schriften befindet sich z. B. eine Analyse der Rübenqualität aus dem Jahre 1908/9 wie sie auch heu­te noch angefertigt whd (11). Es gibt auch Analysen der eingeführten ne­uen Verfahren oder über die Ergebnisse der Pottaschefabrikation (12). Leipziger selbst veröffentlichte eine Anzahl sorgfältiger Analysen, darunter z. B. eine über „Die Dampfkratft in den Spiritusfabriken und die Lebens­und Unfallversicherung der Arbeiter in dem Betrieb der Sphitusfabrik" (13). Zu dieser Zeit hatte man große Angst vor Kesselexplosionen, obwohl sol­che nur selten vorkamen. Einige von Leipzigers Mahnungen sollen hier aus dieser sechsteiligen Serie von Artikeln angeführt werden: ,3s wäre jedoch falsch anzunehmen, daß man allein durch die behörd­liche Prüfung und Befolgung der Anweisungen der Regelvorschriften gegen die Gefahren des Dampfkessels gesichert ist . . . Wh empfehlen daher, daß man als Heizer nicht gerade die büligsten Arbeiter ansteht. Es sollen einem die wöchentlichen Mehrbeträge von eini­gen Forint nicht leid tun und man möge eher eine Person anstehen, von der man getrost sagen kann, daß sie nüchtern und in ihrem Fach gut be­wandert ist. An dieser Stehe müssen wir auch auf solche Mängel aufmerksam ma­chen, welche unsere Kreise der Industriellen meiner Ansicht nach schwer zu spüren bekommen müssen, nämlich die Nicht-Existenz eines Kesselprüf­vereins. Die wohltuenden Tätigkeiten dieser Vereine sind im Ausland allge­mein bekannt. Die Fortschritte des Betriebs, dessen fast vollkommene Si­cherheit, die Ausbüdung der Maschinenbediener und Heizer, die ständige sorgfältige Überprüfung sämtlicher Kessel auf ihren inneren und äußeren

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