Technikatörténeti szemle 17. (1988-89)
TANULMÁNYOK - Tóth Béla: Zeit der neuen Initiative und Entwicklung in der ungarischen Lederindustrie (1918–38)
Bestand an Rohhaut nur zum kleineren Teil den Bedarf der Lederfabriken dekken konnte, und der größere Teil wurde durch Einfuhr besorgt. Der überwiegende Teil des aus diesem Grunde ins Ausland gelieferten Fertigleders war chromgegerbtes Boxkalb, welches sich als ein begehrter Artikel gezeigt hat sowohl in den industriell entwickelten westlichen Ländern, als auch in den östlichen Staaten oder in Übersee. So gab es bedeutende Lieferungen unter den europäischen Ländern nach der Schweiz, Schweden, Holland, Poltugalien und England; unter den Staaten des Nahen Ostens nach Syrien, Egypten, Irak und der damaligen Palästina; in Ubersee in die Vereinigte Staaten, Venezuela, Argentinien und Südafrika. Die Ausfuhr der Leder- und Schuhindustrie machte 8 % des ganzen ungarischen Warenexport aus. Dieser bedeutente Exporthandel wurde durch die reiche Warenstruktur gewährleistet, die damals die ungarische Ledererzeugung gekennzeichnet hat. Anzahl und Eigenart der Lederbetriebe Während der Periode von zwei Jahrzehnten hat sich eine scharfe wirtschaftliche Konkurrenz in der Lederindustrie entfaltet. Nur solche Betriebe konnten sich durchsetzen, die mittels Mechanisierung und technisch begründeter Technologie erstklassige Waren auf den Markt bringen konnten. Dieser scharfe Wettbewerb war für die handwerkliche Gerbereien nicht günstig, und nur die mechanisierten Betriebe konnten im Leben bleiben. Dementsprechend sind in dieser wechselreichen wirtschaftlichen Periode mehrere Betriebe zugrunde gegangen und wurden eingestellt (Lederfabriken Jordán, Machlup, Szekeres, Sztaril, Fuch, usw.); einige bestehende Betriebe wurden bedeutend erweitert (Lederfabriken Wolfner, Első Pécsi, Orion, Gebrüder Kiss, Veréb, Pikó, usw.); es wurden ausserdem neue Betriebe der Lederindustrie gegründet (Lederfabriken Csillag, Hirsch, Olimpia, Balog und das Lederwerk Bőrművek). Im Jahre 1938 — neben einigen Gerbereien mit geringerer Bedeutung — arbeiteten im Lande 36 Lederbeitrebe und eine Hilfsstoffabrik für die Lederindustrie. In diesem Zeitraum haben diese Betriebe aus Rohmaterialien im Werte von 52,7 Millionen Pengő mit über 5000 Arbeitern Fertigleder im Werte von 86,4 Millionen Pengő hergestellt. Es war noch kennzeichnend für die ungarische Lederindustrie im vorliegenden Zeitraum, daß sich die Fabriken zu spezialisieren begannen, was bedeutete, daß sich einige Lederbetriebe nur für die Herstellung bestimmter Fertigledertypen eingerichtet haben. So gab es zum Beispiel Fabriken, die hauptsächlich Sohlen- beziehungsweise Oberleder erzeugten, ferner solche, die technische Leder (z. B. Maschinenriemen) sowie Weichleder (Ober- und Bekleidungsleder) produzierten. Entwicklung des technisch-wissenschaftlichen Lebens Da in dieser Zeit die Ledererzeugung den Charakter der mechanisierten chemischen Industrie aufzunehmen begann, dementsprechend waren in der Leitung immer mehr Fachleute mit Hoch- und Mittelschulbildung beschäftigt. Im Jahre 1930 sahen die Fachleute der Lederindustrie, daß die Zeit gekommen ist eine selbständige Vereinigung unter den Nanem Vereinigung der Ungarischen Lederchemiker (Magyar Bőripari Vegyészek Egyesülete) zu bilden, welche