Technikatörténeti szemle 17. (1988-89)

TANULMÁNYOK - Tóth Béla: Zeit der neuen Initiative und Entwicklung in der ungarischen Lederindustrie (1918–38)

hundert zeigt auch das, daß ein im Jahre 1755 in Frankreich erschienenes Fachbuch die Ledererzeugung mittels Alaun als „hongroyage", ungarische Ger­bung bezeichnet. Später, in der zweiten Hälfte des XIX-ten Jahrhunderts hat eine dynamische Entwicklung ihren Anfang genommen, als Auswirkung der industriellen Revo­lution. Dieses Zeitalter der ungarischen Ledererzeugung wurde schon von einem Vortrag am internationalen Kongress besprochen. Zu Beginn des XX-sten Jahr­hunderts wurde die früher begonnene Entwicklung der ungarischen Lederin­dustrie von dem Ausbruch des ersten Weltkrieges unterbrochen. Auswirkung des ersten Weltkrieges Die Versorgung des Militärs mit Lederwaren (Schnürschuhe, Tornister, Riemenleder, usw.) verlangte die Herabsetzung der zivilen Bedürfnisse und die Umstellung auf Kriegsproduktion von der Lederindustrie. Zwecks Versorgung der Betriebe und Gerbereien wurde ein Zentrum der Lederindustrie geschaffen. Und in 1917 wurde als Isteressenvertretung der Landesbund des Ungarischen Ledergewerbes (Magyar Bőriparosok Országos Szövetsége) (AMBOSZ) gebildet. Von dem Krieg und dessen Folgen wurden die Lederbetriebe nicht in gleichem Masse getroffen. Während die größeren Fabriken neue Investitionen zwecks Erhöhung der Kriegslieferungen verwirklichen konnten, wurden die kleineren Gerbereien durch Mangel an Rohmaterial und die häufigen Einberufungen zum Militär verzehrt. Aus solchen Gründen mußten mehrere den Betrieb einstellen. Die Schwierigkeit der Lage wurde dadurch erhöht, daß die Lederbetriebe, sowie die Rohhaut und Gerbmittel liefernde Gebiete in den vom Lande abgetrennten Teilen geblieben waren. Die einheimischen Lederfabriken waren nicht imstande sie gleich zu ersetzen. Es war eine primäre Aufgabe die Versorgung der bür­gerlichen Bedürfnisse — wegen mangelnder einheimischen Bedingungen — durch Import zu sichern. Die Einführung von teueren ausländischen Fertig­ledern bedeutete aber ein großes Opfer für das Land. Der Ausweg aus der schwierigen Lage konnte nur die schnelle Modernisierung der Betriebe sein. Technische Entwicklungen und ihre Auswirkungen Die Einführung der technischen und technologischen Neuigkeiten zu Beginn des Jahrhunderts in der Lederindustrie der Welt auch in unserem Lande wurde durch den ersten Weltkrieg verhindert. In den zwanziger Jahren bot sich die Möglichkeit den Rückstand bald einzuholen, und der Modernisierungsvorgang hat sich bis zum Ende der dreißiger Jahre — also in einer verhältnismässig kurzen Zeit — tatsächlich verwirklicht. Eine so schnelle Durchführung der Entwicklungen war durch das Adaptieren der hervorrangenden Er­gebnisse von Chemie und Technik erzielbar. In dieser Zeit wurde die Eiweis­Zusammensetzung des Kollagens der Rohhaut durch die eilends fortschreitende Chemiewissenschaft geklärt. Aufgrund der beiden Entdeckungen wurde Licht in den Mechanismus der Gerbung gebracht. Mit der allmählichen Entwicklung der Chemie und infolge dessen parallel mit der Ausbreitung der chemischen Industrie haben sich in der Ledererzeugung viele neue technologische Initiative und chemische Hilfsstoffe eingebürgert, wie folgt :

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