Technikatörténeti szemle 9. (1977)

A MÉRÉS ÉS A MÉRTÉK AZ EMBERI MŰVELŐDÉSBEN című konferencián Budapesten 1976. április 27–30-án elhangzott előadások I. rész - Buchheim, G.: A Physikalisch-technisches Reichsanstalt szerepe az egységes mértékrendszer kialakításában

2. Sollen die von der British Association gewählten Einheiten (Ohm, Volt) angenommen werden oder sollen für die Praxis die eingebürgerten Einheiten, vor allem die Siemens—Einheit, beibehalten werden? Zum ersten Problem herrschte weitgehendes Einverständnis. Es wurde nicht bezweifelt, daß ein einheitliches absolutes Maßsystem vom wissenschaftlichen Standpunkte aus jeder praktischen Festlegung vorzuziehen war. Das galt aber erst für den Zeitpunkt, da auch die Ausführung mit hinreichender Genauigkeit zu realisieren war. Das aber war noch nicht möglich. Durch diesen Tatbestand wurde die Diskussion zum zweiten Problem be­stimmt. Es drängte sich die Frage auf, weshalb man unter solchen Umständen nicht so lange bei den eingebürgerten praktischen Maßeinheiten verbleiben kön­ne, bis eine wissenschaftlich befriedigende Bestimmung der Größen des abso­luten Maßsystems möglich geworden war. Das betraf vor allem die Einheit des elektrischen Widerstandes. Diese Meinung vertraten die deutschen Delegierten, unter ihnen Hermann von Helmholtz (1821—1894), Gustav Wiedemann (1826— 1899), Wilhelm Förster (1832—1921) und Werner Siemens. Das bloße Austau­schen eines Systems gegen ein anderes, nicht minder unexaktes und praktisch weiger zuverlässiges wurde unter anderem wegen der dazu nötigen Kapitalauf­wendungen in der Industrie nicht akzeptiert. Der Kongress entschied sich — zum Teil gegen die Stimmen der deutschen Delegierten — für das absolute Maßsystem und für die Beibehaltung der Defi­nitionen des Ohm und des Volt. Er legte jedoch fest, daß die Einheit des Wider­standes nach der Siemensschen Methode durch eine Quecksilbersäule von einem mm 2 Querschnitt dargestellt werden sollte. Eine konkrete Bestimmung der Grö­ße dieser Einheit wurde nicht erreicht. Eine internationale Kommission wurde beauftragt, durch neue Versuche die Länge der Quecksilbersäule zu bestimmen, die den Wert des Ohm darstellt. Der Kongress wandte sich an die französische Regierung mit der Bitte um Einberufung dieser Kommission. Diese nahm das Projekt auch umgehend mit der Perspektive in Angriff, aus der Kommission eine ständige Einrichtung zu entwickeln und schließlich in Erweiterung des Büros für Maße und Gewichte unter der Schirmherrschaft Frankreichs eine wissenschaftliche Institution für die Pflege elektrischer Maßeinheiten zu begründen. Eine solche Entwicklung der Sache entsprach jedoch nicht den Vorstellun­gen der deutschen Regierung und der deutschen elektrotechnischen Industrie. Politisches Prestige und wirtschaftliche Interessen sprachen dagegen. Da man sich jedoch nicht durch offene Ablehnung isolieren wollte, versuchte man vor­erst, die Angelegenheit zu verzögern. Die französische Regierung hatte sich mit der Bitte an die beteiligten Regierungen gewandt, die Namen der für die in­ternationale Kommission vorgesehenen Delegierten noch vor Abschluß des Kon­gresses zu benennen. Diese Terminstellung verwies auf den Wunsch, die ge­plante Kommission noch während des Kongresses zu konstituieren und erste Aufgaben festzulegen. Aber erst am 1. Juli 1882 gab der Staatssekretär des Reichsamtes des Innern die Teilnahmemeldung zur Übermittlung an das Aus­wärtige Amt weiter. In der Zwischenzeit war man bemüht, sich über die möglichen Konsequen­zen der weiteren Entwicklung klar zu werden und Frankreich auf diplomati-

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