Technikatörténeti szemle 8. (1975-76)

A TECHNIKA FEJLŐDÉSÉNEK NÉHÁNY VONÁSA KÖZÉP-EURÓPÁBAN 1700–1848 KÖZÖTT CÍMŰ KONFERENCIÁN 1974. NOVEMBER 19/20. ELHANGZOTT ELŐADÁSOK - H. Bernhardt: Charles Babbage – ein Vorläufer der modernen Rechentechnik

Für das Bildungsgesetz n_^vj4J_Ji-i_2J ergibt slcn z B folgendes Bild (für n= t, G 4 muss der Tafelwert vor dem Funktionieren der Differenzenmethode errechnet wer­den): Nr Tafelwert 1. Diff. 2. Diff. 3. Diff. Durch je drei Additionen entsprechend der angegebenen Pfeile werden die Tafelwerte gefunden. Die ersten Ideen Babbages zur Berechnung mathematischer Tafeln mit Hilfe von Ma­schinen gingen in die Jahre 1812/13 zurück; zwischen 1820 und 1822 waren mit mass­geblicher finanzieller Unterstützung seitens der englischen Regierung - die Royal Society hatte recht positive Gutachten abgegeben - Teile der "Difference Engine" funk­tionstüchtig fertig gestellt, pie Übersetzung von "Difference Engine" in Differential­rechner (3, S. 69) halte ich nicht für treffend, wenn schon übersetzt wird, dann "Dif­ferenzenmaschine"). Die Maschine als Ganzes blieb unvollendet. 1823 begann Babbage, eine grössere und perfektere Maschine für die Regierung zu konstruieren, die Differenzen bis zur 6. Ordnung berücksichtigen sollte. Auch diese Maschine konnte nicht beendet werden. Die technische Umsetzung seiner Ideen war kompliziert, viel langwieriger als ursprünglich angenommen und viel kostspieliger. Trotz vielfältiger Bemühungen ge­lang es ihm nicht, die notwendigen finanziellen Mittel zu bekommen. Die ökonomisch­politischen Verhältnisse boten wohl noch keine hinreichende Notwendigkeit, sich mit höchstem Aufwand dieser Entwicklung anzunehmen. Er konnte seine Techniker nicht mehr bezahlen, die daraufhin ihre Arbeit einstellten, wobei sie sämtliche Unterlagen und Werkzeuge mitnahmen. Damit musste Babbage das Projekt aufgeben. Dass die Umsetzung technischer Ideen in technische Zeichnungen und Berechnungen von grosser Bedeutung für den Bau von Maschinen ist, hatte Babbage schon lange und z.T. mit bitteren Erfahrungen erkannt. 1834 wurde im Edingburgh Review eine Beschreibung von Teilen der Difference Engine und die Differenzenmethode veröffentlicht. Jahre später (1853) konnte daran anknüpfend der Stockholmer Buchdrucker Scheutz zusammen mit seinem Sohn unter erheblichem finanziellem Aufwand die von Babbage konzipierte Maschine bauen; sie arbeitete mit 4 Differenzen, 14-stelligen Zahlen und konnte Tafeln ausdrucken, die alsbald im Buchhandel erschienen. Durch das Scheitern seines ersten Rechen-Maschinenprojektes keineswegs entmu­tigt, sann er weiterhin über allgemeine Prinzipien für den Bau solcher Maschinen nach. Und in seiner Vorstellung entstand eine weit leistungsstärkere Maschine, die "AnalyticaJ Engine", die jedoch niemals zur Ausführung gelangte. Lediglich einzelne Maschinenteile wurden gebaut, die auch anderweitig benutzbar waren (Shapingmaschine).

Next

/
Oldalképek
Tartalom