Vágvölgyi Ádám: Junkers F-13. A Junkers repülőgépek története 1909-től 1932-ig (Budapest, 1990)

Zusammenfassung (Összefoglaló németül)

Zur Steigerung des Verkaufs von Junkers-Maschinen nach Übersee organisierte man zwischen 1922 und 1925 Handelsexpeditionen nach Kuba, Haiti, Dominika, Venezuela, Brasilien und Argentinien. Bei einem Werbungsflug stürzte Junkers' Sohn an den Nordküsten von Brasilien ab und starb. In vielen Ländern Europas kamen Junkers' eigene F-13-Maschinen zum Einsatz. 1922 war eine F-13-Maschine das erste Linienflugzeug, die die Alpen überflog. In der Tschechoslowakei befand sich eine F-13-Maschine mit deutschem Registerzeichen im Besitz des namhaften Schuhfabrikanten, Tomas Bata. Bei einem mißlungenen Start verunglückte Bata tödlich. Das 1922 in Rapallo unterzeichnete sowjetisch-deutsche Abkommen ermöglichte Junkers, in die Sowjetunion F-13-Maschinen zu liefern. Die Maschinen wurden in Fili, in der Nähe von Moskau, montiert und mit dem Typenzeichen Ju-13 versehen. Die sowjetische Zivilluftfahrt begann zwischen Moskau und Nishni Nowgorod mit Ju-13-Maschinen. Im Land entstanden mehrere Fluggesellschaften, die ihre Linien mit Ju-13-Maschinen beflogen. 1924 überflog eine Ju-13 in Afghanistan das 7000 m hohe Hindukusch-Gebirge. 1925 beflog der Pilot Kopilov von Moskau aus und dorthin zurückkehrend eine Strecke von etwa 10 000 km. Mit der Erweiterung des Liniennetzes im Mittleren Osten kamen die F-13-Ma­schinen bis nach Persien. Die dort gegründete Fluggesellschaft Junkers Luftverkehr Persien betrieb zwischen mehreren Städten eine Lininenverbindung. K. Weil, der sich als Gastprofessor im afghanischen Hauptstadt aufhielt, entdeckte dort 1969 einen F-13-Wrack. Die Maschine wurde nach München gebracht und nach Restaurierung im Deutschen Museum ausgestellt. Die Maschine hatte der afghanische König Amanullach viele Jahre zuvor bei einem Besuch in Deutschland gekauft. Das Flugzeug vom Typ F-13 ist auch in die Geschichte von Ungarn eingezogen. Im Sommer 1921 lieferten die Junkers-Werke ein Festlandflugzeug mit dem Re­gisterzeichen CH-59 und ein Wasserflugzeug mit dem Registerzeichen CH-66 für die schweizerische Fluggesellschaft Ad Astra zum Ausprobieren ab unter der Bedingung, daß die Maschinen bei Bezahlung einer Miete bis zum Kauf zur Ausbildung der Ad-Astra-Piloten dienen sollten. Als Ausbildner wurde W. Zimmermann in die Schweiz entsandt mit der Auflage, daß er, solange der Kaufpreis der Maschinen nicht bezahlt ist, für sie die Verantwortung tragen soll. Wegen des Flugzeuges mit dem Registerzeichen CH-59, Baunummer 574, kam jedoch die Gesellschaft Ad Astra auf die Titelseiten der internationalen Presse: Der sich in der Schweiz aufhaltende ungarische König, Karl IV., flog am 20. Oktober 1921 mit der F-13-Maschine CH-59 nach Ungarn, um die Macht vom Reichsverweser Miklós Horthy durch einen Mili­tärputsch zu übernehmen. Die Maschine war von der Gesellschaft Ad Astra gemietet, und auch der Pilot Zimmermann zum Mitmachen gewonnen worden. Das könig­liche Paar, der Sekretär des Königs und zwei ungarische Fliegeroffizier landeten nach einigen Stunden Flug bei Dénesfa. Der Putschversuch jedoch scheiterte. Die alliierten Großmächte verbannten König Karl und sein Gefolge auf die Insel Madeira. Die Maschine wurde von der ungarischen Regierung beschlagnahmt und später dem Budapester Verkehrsmuseum übergeben. Sie ist in seiner Sammlung auch heute zu besichtigen. Dieses Flugzeug ist das einzige heile Exemplar der ersten F-13-Bauserie auf der Welt. Am Rumpf ist das Registerzeichen CH-59, am Flügel das CH-66 zu sehen. Die Flügel der Maschine CH-59 wurden bei einem Hangarbrand in Lugano beschädigt und anschliessend durch die Flügel des Wasserflugzeuges CH-66 ersetzt.

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