Hetés Tibor - Makai Ágnes szerk.: A Hadtörténeti Múzeum Értesítője 2. (Budapest, 1987)
MAKAI ÁGNES: A Katonai Mária Terézia Rend emlékei múzeumunkban
ÁGNES MAKAI ERINNERUNGSSTÜCKE DES MILITÄR-MARIA-THERESIEN-ORDENS IM MUSEUM Zusammenfassung Im ersten Teil der Studie fasst die Autorin die kurze Geschichte der von Maria Theresia gestifteten höchsten Militärauszeichnung zusammen: von 1757 bis 1919, als die Republik Österreich die Tätigkeit des Ordens gesetzlich einstellte, dann sein „Nachleben" in Österreich und seine Erneuerung durch Reichsverweser Horthy, sowie seine Existenz in Ungarn bis 1945. Im zweiten Teil werden die im Heeresgeschichtlichen Museum befindlichen Erinnerungsgegenstände: 2 Mittelkreuze, 8 Ritterkreuze (davon zwei Kopien), 1 Bestattungs kreuz, 1 Schärpe, 3 Medaillen, 3 Verleihungsurkunden, 1 Ordensring, 2 Ordensstempel in chronologischer Reihenfolge beschrieben. Wie die einzelnen Stücke ins Museum kamen, wird — wo es möglich ist — auch geschildert. Bisher unveröffentlichte Details können in der Studie über die umständliche Ordensübergabe zwischen dem Heeresmuseum in Wien und dem Königlich Ungarischen Heeresgeschichtlichen Museum im Jahre 1931 gelesen werden; als Neuigkeit für die Fachliteratur gelten auch das Bild und die Entwurfskizze des ,,MariaTheresien-Ringes", der vom Ordenskapitel anlässlich des 170. Jahrestages der Ordensstiftung 1927 gestiftet wurde. Die Studie beschäftigt sich auch mit den Änderungen, Umgestaltungen und mit den Typen in Zusammenhang mit der Neu Verleihung der Orden. Bei ihren Ermittlungen kommt die Autorin zu der Feststellung, dass das wellen verzierte Kreuzende und die umgekehrte Aufschrift des sogenannten II. Typs nicht gleichzeitig erschienen sind. Die von ihr als Typ II./A bezeichneten Kreuze, die zwar ein wellenverziertes Ende, aber die Beschriftung des I. Typs besassen, hätten schon nach den napoleonischen Kriegen existieren können, solche wurden aber mit Sicherheit zwischen 1848 und 1866 neu hergestellt; dagegen wurden Kreuze des Typs II./B mit wellenverziertem Ende und umgekehrter Aufschrift von der zweiten Hälfte der 60-er Jahre des 19. Jahrhunderts produziert.