Molnár Pál szerk.: Az Országos Hadtörténeti Múzeum Értesítője 1. (Budapest, 1971)
PONGÓ JÁNOS: Az Országos Hadtörténeti Múzeum története I. rész
Tätigkeit stammen eben aus der Zeit der Räterepublik, als die Sammlung aus 1200 grösseren musealen Gegenständen, 24 000 Fotos, einer grösseren Zahl Plaketten, Münzen und Abzeichen, die Bibliothek aus ungefähr 1000 Bänden bestand. Es blieb eine Verordnung des Kriegskommissariats erhalten, in der jedem Militär-Bezirkskommando aufgetragen wurde, auf beide Revolutionen bezügliches militärisches Material zu sammeln. Die neue Institution war zwar organisatorisch eine Unterabteilung des Landes Verteidigungsministeriums , führte aber seit ihrer Gründung, besonders wegen der abgesonderten Unterbringung und des speziellen Geschäftbereiches ein ziemlich selbständiges Leben. Ende 1919 hört auch die formelle Abhängigkeit auf, das Ungarische Kriegsarchiv und Museum begann sein eigenes Leben. Die wichtigste Funktion des neuen Museums war natürlich die Sammeltätigkeit, wozu die Zeit nach dem Krieg sehr geeignet schien. Nach dem Friedensvertrag, der den Präsenzstand und die Organisation der Armee festsetzte, wurden mehrere Einheiten aufgelöst, andere reorganisiert, und ein beträchtliches militärisches Material blieb herrenlos. Da das Museum dieses Material begeistert sammelte, wurden die zur Verfügung gestellten Räume im Landesarchiv bald zu klein, weil auch die Archiv-Bestände rasch anwuchsen. So wurde die neue Institution in einem Teil der Maria Theresien Kaserne untergebracht. Mit dieser Übersiedlung konnte aber nur das Problem des Archivs gelöst werden, das die Museums-Räume auch benützen durfte; das Museum aber musste sich in den weder architektonisch noch räumlich geeigneten Teilen der Kaserne nur auf eine verminderte Sammeltätigkeit und minimale Restauration der Bestände beschränken. Im April 1922 wurde das Museum vorübergehend dem Innenministerium unterstellt. Da das Museum und Archiv eine Entwicklung durchgemacht haben, die zur Selbständigkeit beider Institionen beträchtlich beitrug, wurde die Zweiteilung am 15. November 1922 offiziell vollzogen, und beide Institutionen dem Kultus- und Unterrichtsministerium unterstellt. Damit waren gesündere Bedingungen zur weiteren Entwicklung geschaffen, aber die grundlegenden — materiellen — Probleme harrten noch einer Lösung. Das wichtigste von diesen war die Frage der Unterbringung. Der zur Verfügung stehende Teil der MariaTheresien-Kaserne war auch bei lagermässiger Unterbringung des Materials nicht mehr ausreichend. Ein Teil des Artillerie- und Trainmaterials kam zuerst in einen Pavillon weit von der Kaserne, ab 1926 auch auf den nördlichen und westlichen Teil der Promenade der Budaer Festung vor die Nändor-Kaserne. Unter solchen Umständen konnte von einer Ausstellung keine Rede sein. Die nächste Schwierigkeit bedeutete die Unzulänglichkeit des Personalbestandes. Die Zahl wurde 1923 auf 20 erhöht, dann aber noch im selben Jahr auf 10 reduziert, das Material ist aber bis 1927 aufs dreifache gewachsen. Unter solchen Umständen konnte an eine nennenswerte Facharbeit und Ausbildung musealer Fachleute nicht gedacht werden, was dem Museum auch späterhin viele Schäden verursacht hat. Neben den erwähnten Schwierigkeiten waren finanzielle Sorgen stän-