Tanulmányok Budapest Múltjából 22. (1988)

VÁROSTÖRTÉNETI TANULMÁNYOK– STADTGESCHICHTLICHE STUDIEN - Létay Miklós: Óbuda parasztpolgárainak anyagi kultúrája és társadalma, 1848-1945, II. = Materielle Kultur und Gesellschaft der Bauernbürger von Óbuda, 1848-1945, II. 197-224

Seenger E.: Adatok Óbuda XIX. századi helytörténetéhez. (Krenn György és utódainak feljegyzései 1810-1910). TBM XVII (1966) 273-287. Spira Gy.: A Pest megyei parasztság 1848 előtti rétegződéséhez. Századok, 1958. 625— 643. Török P.: Pest-Buda 1850-ben. Budapest, én. Wellman /.; Pest megye parasztsága és az úrbérrendezés. Keleti F.—Lakatos E.—Makkal L. (szerk.): Pest megye múltjából. Budapest, 1965. 155-202. Zur Organisirung der Schwesterstädte Pest und Ofen. Pest, 1872. MIKLÓS LÉTAY DIE MATERIELLE KULTUR UND GESELLSCHAFT DER BAUERNBORGER VON ÓBUDA (1848-1945) II. Wohnort und Verbrauch Diese Arbeit entstand im Jahr 1973, und auch die angewandte Fachliteratur — deren Verzeichnis wir nun bekanntgeben - endet mit diesem Zeitpunkt. Der Umfang zwang uns, die Arbeit in zwei Teilen zu veröffentlichen. Der erste Teil erschien mit dem Unter­titel „Arbeitsplatz und Produktion" in der vorhergehenden Folge dieses Jahrbuches (Band XXI. 1979. 152-199) und behandelte folgende Themen: Ackerbau und Heu­machung Gartenbau, Weinbau, Viehhaltung, Gütertransport, Fuhrwesen, Lohnarbeit, Tagelöhner. Nur in Kenntnis dieser beziehungsweise mit diesen zusammen kann der zweite Teil unserer Arbeit verstanden und ausgelegt werden. Das Kapitel „Siedlung und Bauweise" prüft die von den Bauern (später Bauernbür­gern) bewohnten Häuser, die zu dem Marktflecken-Charakter von Óbuda (Alt-Ofen) beigetragen haben, selbst dann noch, als sich die Herkunft, Beschäftigung usw. der Be­wohner grundlegend verändert hatte. Der Wiederaufbau nach der Vertreibung der Türken aus Buda (1686) änderte an dem mittelalterlichen Straßennetz und an den Grenzen der inneren Liegenschaften nichts. Auf Grund dessen zeichnete sich das Bild einer an der Straße liegenden Niederlassung mit Bandgrundstücken ab, das bis in die sechziger Jahre des Jahrhunderts erhalten blieb. Als allgemeiner Zug kann beobachtet werden, daß die inneren Liegenschaften senkrecht zur Straße angeordnet waren, die Häuser hingegen un­mittelbar an der Straße gebaut wurden. Was den Grundriß derselben betrifft, handelt es sich um dreiteilige, unterkellerte Häuser wie jene, in denen die städtischen Weingärtner schon im Mittelalter wohnten. Ursprünglich und im allgemeinen reihten sich die einzelnen Räume von der Straße nach Innen wie folgt aneinander: Zimmer, Küche, Zimmer, Treppe in den darunter gelegenen Keller, — dann fortlaufend angebaut — Presshaus, Stall, Kam­mer, Schuppen. Die Reihenfolge wies bei der nach der Kellertreppe beginnenden zweiten Teil keine solche Ausschließlichkeit auf wie beim Wohnungsteil. Nach 1848 lebte dieser 213

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