Tanulmányok Budapest Múltjából 22. (1988)
VÁROSTÖRTÉNETI TANULMÁNYOK– STADTGESCHICHTLICHE STUDIEN - Bibó István: Az egykori Tigris szálló története = Geschichte des einstigen Hotels "Zum Tiger" 135-195
Érdekessége miatt teljes terjedelmében idézzük Cassano feljegyzését az 1839/40-es építkezés szabálytalanságairól: „Technische Anmerkungen des Gefertigten über die gegen die allgemeine Bau-Ordnung für diese königl. freistadt vom Jahre 1839 ausgeführten Gebäude des Hotel zum Tiger nebst betreffenden Plänen. — Die auf ebenerwähnten Plänen schwarz bezeichneten Mauerwerke, sind die vom Baumeister Danko aufgeführten trotz § 12. obiger Bauordnung, ist das besagte Gebäude augenfällig nicht nach den genehmigten Baurissen — wie aus den beifolgenden bestätigten Copien (den BauInspcienten Hm Waitzenbauer) vom Original-Plan, welcher in Archiv der löbl. Verschönerungs-Comission deponirt ist — ausfegührt worden. — Nach § 17. und respestive 23 derselben Bau-Ordnung, hätten die Gränzmauern im untere Geschosse, wenigstens 2 Schuh betragen sollen, was jedoch nur mit 18 Zoll ausgeführt wurde. — Die Stärke der Hauptmauern hätte Vermöge des 19 ten § wenigstens 4 Schuh dicke betragen sollen, während dieselbe nur aus 3 1/2 Schuh besteht. — Vermöge § 21., hätte die Gassenfront- und Mittelmauern des Kellers (zur gleichförmigen Vertheilung des Druckes:) in gleicher Dicke und mit CommunicationsOeffnungen, die höchstens 6 Schuh betragen können, ausgeführt werden sollen, welches jedoch nicht beobachtet wurde, indem die Oeffnungen über die besagten Dimensionen ersichtlich sind; die nun alle zugemauert werden, welches in der That, bereits mit der Mehrheit geschehen ist. — Laut § 28. sollte das Ebenerdige Geschoss des Gebäudes, durchaus eingewölbt seyn, dennoch in der Wohnung des Caffesieders ganz Vorschriftswidrig, mit Tippelbäumen ausgeführt wurde. Vermöge § 29 besagter Bauordnung, sollten die Stiegen bis unter das Dach, von Stein seyn (wie es überdiess im genehmigten Baurisse angedeutet war:) trotz dem allen, sind aber die Ruheplätze, mittelst hölzernen Rosten ausgeführt worden, und erheischen eine zweckmässige Abänderung um etwaiger Gefar vorbeugen. — Laut überwärmten, und in den von der löbl. Verschönerungs-Comission seiner Zeit genehmigten Plan, waren zur erhaltung der 3 1/2 dicken Mittelmauern obere Kaffehause, 6 Säulen bestimmt; trotz dem aber bei der Ausführung des Baues, wie ersichtlich, nur 2 Pfeiler angebracht, welche zur Trägfaltigkeit der ganzen Last, nach den Regeln der Statik nicht hie/äng/ich sind, — indem die letztere Pfeiler mit einzig 18 Zoll breiten Gurten verdammt sind, nur 42 Zoll dicke überaus schwere Mauer tragen zu müssen; woraus die äusserst nachtheilige Wirkung entsteht, dass die Facade-Mauer, besonders gegen das Eck das Gebäudes, eine äusserst übermässige Last, in diagonaler Richtung ertragen muss; welchen Übelstande durch einen entsprechenden Eckpfeiler dringlich ist abzuhelfen. — Die im 2 ten Hof ersichtlichen beiden Hauptgurten, so flach, und doch mit so grosse Spannweite, überdiess mit der enormen Last, grosser Säulen der 3 Stöcken, Gänge und des Dachstuhles, geschwert, so dass dieselben ebenfalls dringlich einer zweckmässigen Unterstützung bedürfen. — Der gehorsamst Gefertigte, schliesst mit der Bemerkung, dass die rothe Farbe im beiliegenden Plan, die wichtigen Unterbau- und Re155