Tanulmányok Budapest Múltjából 17. (1966)

Das Bürgertum von Buda am Ende des XVII. Jahrhunderts

NAGY LAJOS DAS BÜRGERTUM VON BUDA AM ENDE DES XVII. JAHRHUNDERTS Buda hatte, wie es die ersten Quellen beweisen, schon in dem ersten Jahre nach der Befreiung von 1686. ein kräftiges Bürgertum, resp. eine bedeutende Inwohnerschaft. Eine Organisation erhielt das Bürgertum im September 1687. Eine Zusammenschreibung blieb jedoch aus dieser Zeit nicht übrig. Die erste Liste über die Inwohner der Stadt im Jahre 1687 können wir auf Grund der durch die Jesuiten geführten Taufmatrikeln (vom 20. Juni bis 31. Dezember; 130 Namen) zusammenstellen. Die ersten Zusammenschreibungen die zu unserer Verfügung stehen, wurden am 16. Oktober 1688. verfertigt. Die eine über die bürgerlichen Häuser von der Stadt Buda (91 Hausbesitzer waren zu dieser Zeit in Buda), die andere über die Bürger von Buda (121 Bürger wurden hier dem Namen nach aufgezählt). Diese beiden Zusammenschreibungen können zur Feststellung der Zahl der bürgerlichen und hausbesitzenden Inwohner der Stadt gebraucht werden, jedoch können wir blos auf Grund dieser beiden Quellen keinen Versuch machen die Zahl der Gesamtbevölkerung der Stadt im Jahre 1688 festzustellen. Es ist aber unbedingt sicher, dass die Anzahl der Bevölkerung — ohne die Soldaten — schon zu dieser Zeit wesentlich höher war, als die durch Lajos Schmall im Jahre 1899 opti­mal gerechneten nahezu 700 Personen. Man muss nämlich in Betracht nehmen auch die beweisbar grosse Schar jener Saisonarbeiter, die durch die grossen Erbauungen benötigt wurden, weiters die Meistergesellen, Diener, Dienerinnen und Taglöhner. Diese Feststel­lung wird durch jene Angaben unterstützt, die über die auf die katholische Religion Kon­vertierten in der Historie der Jesuiten zu finden sind. Zwischen 1687 und 1698 ist die Zahl der Konvertierten rund 720. In der Dienstordnung vom 5. November 1686 für die Kameral­inspection zu Ofen ist die katholische Religion nur für die Hausbesitzer der Festung vor­geschrieben worden. Die im Jahre 1688 herausgegebenen Verordnungen verfügen aber im­mer strenger darüber, dass die Lutheraner, Kalvinisten und Juden von Buda fern zu halten seien, obzwar diese Nichtkatholischen nicht unter den Hausbesitzern vorgekommen sind. Die grosse Anzahl (297) der in den Jahren 1687—1688 Konvertierten weist allerdings da­rauf hin, dass diese aus dem Zweck einer ständigen Niederlassung oder eines längeren Aufenthaltes nach Buda kamen, und durch die Konversion die Hindernisse der Niederlas­sung zu beseitigen suchten. Das Budaer Bürgertum von 1687 war eine ebenso ad hoc Organisation (zur Wahl des Bürgermeisters und des Rates), wie eigentlich auch jenes vom Jahr 1688. Im Laufe der Amtierung der nach dem 13. Dezember 1688 beginnenden städtischen Administration sind die ersten Spuren davon zu finden, dass sich der Stadtrat mit der Annahme von neuen Bürgern beschäftigt. Über die angenommenen Bürger wurde auch eine „Rolle" (Bürger­tabelle) verfertigt und geführt. Diese erste Bürgerrolle ist jedoch nicht auf uns geblieben. Die in dem Budaer Stadtarchiv befindliche Matricula Civium Budensium ist erst nach dem Erhalten des städtischen Privilegienbriefes geführt worden. Die erste Einführung darin stammt vom 7. Mai 1706. Die alte Bürgertabelle (alte Roll) wurde bis zum 28. Juni 1706. geführt. Ein Teil der Daten der alten Bürgertabelle wurde in die neue Bürgertabelle, Bürger­matrikel übertragen und bei jeder Buchstabe wurde es bemerkt, dass die alten Namen „aus der alten Roll extrahieret" sind. Aus der alten Bürgertabelle wurden aber nur 454 Namen in die neue übertragen, obzwar wir aus verschiedenen Quellen zwischen 1687—1706 Daten über Annahme von 591 Bürgern haben. Diese Quellen sind: städtische (stadtra­tische) Protokolle, städtische Akten, Zusammenschreibungen aus 1691 und 1696, Stadtkam­meramt-Rechnungen und deren Beilagen. In diesem Artikel geben wir die Namen der Inwohner von Buda auf Grund der Matri­keln der Jesuiten aus dem Jahre 1687. Wir geben weiters völlig und buchstabentreu die bei­56

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