Póczy Klára: Forschungen in Aquincum 1969- 2002 (Aquincum Nostrum 2. Budapest, 2003)
5. Die neuen Ergebnisse der topographischen Forschungen - 5.5 Nutzung der zur Siedlung gehörenden Gebiete - 5.5.2. Die Frage des „militärischen Territoriums" (Paula Zsidi)
Abb. 2. Nutzung des Gebiets südlich der Militärstadt auf Grund der jüngsten Ausgrabungen (nach A. Facsády und T. Fiable) te aus mehreren abgesonderten Gebietseinheiten bestanden haben (KOVÁCS 1999/1, 119). Wie groß dieses Gebiet — zwischen Militär- und Zivilstadt - in unserem Fall war, lässt sich vorerst nicht umreißen. Seine ostwestliche Ausdehnung dürften die Pfeiler des Aquädukts bzw. die nordsüdliche Straße und die Donau bestimmt haben. Im Norden verlief die Grenze eventuell auf der Linie zwischen dem Aranyhegyi-Bach und der Kreuzung der nordsüdlichen Straße. Gebietsnutzung im südlichen Vorfeld der Militärstadt (Abb. 2.) Eine weitaus vielschichtigere Gebietsnutzung ist im südlichen Vorfeld der Militärstadt zu beobachten. Auch hier kann man die in den verschiedenen historischen Epochen erfolgten und eventuell ebenfalls mit einer Veränderung des territorialen Rechtsstatus einhergehenden Funktionsänderungen gut verfolgen (FIABLE 2002, 267). Besonderes Gewicht besitzt dieses Gebiet im Hinblick auf die Bestimmung des militärischen Territoriums, denn von hier stammt das momentan einzige Inschriftdenkmai der Severerzeit, auf dem das territórium legionis erwähnt ist (CIL III 10489, KOVÁCS 1999/1, 107). In den vergangenen rund anderthalb Jahrzehnten wurden südlich des Militäramphitheaters, in dem schmalen Gebietsstreifen zwischen den Budaer Hügeln und der Donau, den im Südwesten die natürliche Linie des Szépvölgyi árok genannten Grabens abschließt, annähernd einhundert Grabungen bzw. archäologische Beobachtungen vorgenommen. 2 Entscheidend für die Topographie des Gebietes war auf jeden Fall ein Graben mit ursprünglich natürlichem und später dann künstlich reguliertem Bett. 3 Von diesem etwa 25 m breiten, durchschnittlich zwei Meter tiefen Graben mit trogartigem Profil kam im nördlichen Teil des besagten Gebietes ein rund 200 m langer, Nordwest-Südost verlaufender Abschnitt zutage (HABLE 2002, 2 Zusammenfassend: HABLE 2002 sowie FACSÁDY 1996, FACSÁDY 1999/4, FACSÁDY 2001/1-2. 3 S. den Abschnitt „Die Geographie Aquincums" (3.).