Bencze Zoltán - Gyulai Ferenc - Sabján Tibor - Takács Miklós: Egy Árpád-kori veremház feltárása és rekonstrukciója (Monumenta Historica Budapestinensia 10. kötet Budapest, 1999)
Takács Miklós: Lakóház-rekonstrukciók az Árpád-kori telepkutatásban (Tudománytörténeti áttekintés)
bachtung von István Bona bestehen die Grubenhäuser der Awaren- und der Arpádenzeit aus denselben strukturellen Elementen, demzufolge lohnte es sich auch die Rekonstruktionsversuche der awarenzeitlichen Grubenhäuser, die auf das 6-8. Jahrhundert zu setzen sind, zu überblicken. (Abb. 17-20.) Gemeinsamer Zug der aufgezählten Rekonstruktionsanalysen ist die Tatsache, daß die Mehrheit der Forscher den Oberbau der Grubenhäuser in Zeichnungen verfertigte. Nur István Méri hat seine Grubenhausrekonstruktion in der Form eines Modells ausgeführt. Das Ausbleiben des Hausbaues in originalen Maßstaben hat aber zur Forschungslage geführt, wo die experimentelle Überprüfung der Richtigkeit von einzelnen Entwürfe beziehungsweise ihrer Detaillösungen fehlt. Wir können vielleicht die Ablehnung einiger Forscher auf diese Lücke, zurückführen - sie stellten die pure Existenz der árpádenzeitlichen Grubenhäuser in Frage. Sie hielten sie zu klein - nach der Argumentation von Kornél Bakay - um darin ein „normales" Leben führen zu können. Zweitens formte sich auf Grund der einzelnen Detaillösungen der Zweifel, ob diese aus statischem Sichtpunkt ausführbar waren oder nicht. Weiter wird die Bedeutung dieser Frage auch davon vergrößert, daß die einst verwendeten Baumaterialien (z.B. Streben, Pfetten und selbst die Erde) ein beträchtliches Eigengewicht hatten. Nach dem kurzen Überblick der ungarischen Forschung lohnt es sich auch die wichtigsten Forschungsergebnisse der Nachbarländer zusammenzufassen, weil diese neuentstandenen Länder - mindestens teilweise - auch zu dem árpádenzeitlichen Ungarn gehörten. In der Slowakei beschäftigte sich A. Habovstiak am ausführlichsten mit der Problematik der Rekonstruktion der Grubenhäuser. Er hat aber keine selbständige Vorstellung ausgearbeitet, sondern projizierte die Rekonstruktionsvorstellungen von A. P. Rappaport auf sein eigenes Fundmaterial. (Abb. 22) Die Rekonstruktion des Grubenhauses als Eggenbalkenhaus erfreut sich in der slawistischen Archäologie einer ziemlich großen Popularität (Abb. 23), hat aber mehrere Schwächen die ernst genommen werden müssen. In der Regel fehlen bei dem größten Teil der freigelegten Grubenhäuser die Spuren von Eggenbalken. Die Vollkommenheit in Betracht nehmend müssen wir noch erwähnen, daß auf dem Gebiet der einstigen Sowjetunion bei der Siedlungsforschung auch mehr begründete realistischere Rekonstruktionsmöglichkeiten entstanden. In unserer Arbeit publizieren wir eine Zeichnung von 1.1. Ljapuskin - die schon mal erschienen ist. (Abb. 25.) Im Bezug der westlichen Teilen des heutigen Rumäniens war S. Dumitrascu der erste, der Grubenhausrekonstruktionen publizierte. (Abb. 24.) Seine Abbildung ist nur an einem Punkt angreifbar: aus dem Ausgrabungsgrundriß kann man nicht auf eine - mit Fenstern geteilte - emporsteigende Mauer folgern. In Wojwodina, das heißt auf den