Budapest Régiségei 35/2. (2002)

KÖZLEMÉNYEK - Terei György: Az albertfalvai vár lokalizálása 633-663

TEREI GYÖRGY DIE LOKALISIERUNG DER BURG VON ALBERTFALVA László Gerevich führte 1943 eine Ausgrabung in Albertfalva durch, wo er die Mauern eines Gebäudes fand, das als mittelalterliche Burg identifiziert werden konnte. Die Freilegung und die Ergebnisse wurden nicht publiziert. Der Ort der Ausgrabung ist über die Jahre in Vergessenheit geraten, die Befestigung ist aus dem allge­meinen Bewusstsein jedoch nicht verschwunden. Neben dem Mangel an genauerer Bestimmung des Ortes, wissen wir über die Ausgrabung selbst auch nichts Näheres, weil außer einer Grundrißzeichnung, einer kürzerer Beschreibung sowie damaligen Dokumenten und einigen Ausgrabungsaufnahmen keine weitere Dokumentation erhalten geblieben ist. Auf Plänen kann die Ruine von den 1780er Jahren an gefunden werden. Auf einigen Plänen erscheint sie nur als Markierung, auf anderen, wie zum Beispiel auf dem Plan von László Vörös aus 1933, sind die Mauern hinge­gen ganz genau gezeichnet. Mehrere Pläne bilden auch Schanzspuren ab. Von den schriftlichen Quellen ist die erste und eine der wichtigsten von Hóris Romer, der nicht nur eine Beschreibung über die Burg machte, sondern auch ihren Grundriss abzeichnete. Er hat die Mauerreste als Kirche identifiziert. Diese irrtümliche Ansicht wurde nach Romer von mehreren Forschern übernommen. Nach der Beschreibung von Jenő Sólyom stand die „Burg" auf einem großen Erdhaufen und er hielt sie für ein türkisches Minarett. In der Zeit nach der Freilegung kön­nen wir sie im Denkmalkataster von István Genthon noch als Kirche bezeichnet finden. In den Dokumenten des Historischen Museums der Stadt Budapest aus den 1950-60er Jahren erscheint sie schon als Burg und in dieser Zeit blieb man ihrem Schicksal auf der Spur. Ein Teil der bis heute veröffentlichten Arbeiten identifiziert ihre Funktion noch immer falsch, aber mehrere Studien benutzten schon die Beziechnungen „Burg" oder „Herrenhaus". András Kubinyi identifizierte sie als Turm von Werner. Die wichtigste Frage bezüglich der Ruine ist, ob der Bau eine Kirche oder eine Burg war. Flóris Romer hielt ihn wahrscheinlich deshalb für eine Kirche, weil er nur Details sehen konnte und nicht das Ganze im überblick, wie Gerevich. Mit Hilfe des Grundrisses und der Fotos ist offensichtlich geworden, dass der früher für einen Chor gehaltene, viereckige Bau in Wirklichkeit ein Turm ist. Anhand der Fotos können wir mit Sicherheit behaupten, dass das Gebäude zweistöckig war, und das stärkt auch jene Deutung, dass das Gebäude eine Befestigung war. Die Feststellung des genaueren Ortes erfolgte auf zwei Wegen. Die Lokalhistoriker Andor Beleznay und Miklós Mohr haben den ursprünglichen Standort mit Hilfe alter Pläne und Grenzsteine gefunden. Einen anderen Weg der Ortsbestimmung erlaubten die Fotos des Historischen Museums der Stadt Budapest. Auf einem Foto ist im Hintergrund das Haus der Kondorfa Str. 19 zu erkennen. Auf einigen Fotos ist der zu geographis­chen Vermessungen des 19. Jahrhunderts benutzte Eisentisch zu sehen, dessen Koordinaten bis heute erhal­ten sind, wonach man genau feststellen konnte, dass die Befestigung auf der Kondorosi Str., vor dem Gebäude des Unternehmens „Junior" stand. Anhand der Fotos und der damaligen Dokumente war in gewisser Weise zu rekonstruieren, was László Gerevich gefunden haben mag. Die Freilegung zwischen September und November 1943 geschah nicht mit den heutigen archäologschen Methoden. Die Forschung hat nur die Mauern untersucht, ohne Forschungsgruben und Flächenfreilegung. Die Mauern entlang wurde die Erde darüber „entfernt". Der interessanteste und die meisten Fragen aufw­erfende Teil des Gebäudes ist der Turm. Sowohl auf dem Grundrissplan, als auch auf den Fotos ist zu sehen, dass der Turm an der wellenförmigen Umfassmauer zu sehen. Weshalb sie solche Linienführung hat, wissen wir nicht, nur raten kön­nen wir, warum der Turm an die Umfassmauer ange­baut wurde. Außer der Türöffnung ist im Turm noch eine Öffnung zu finden, die nach der Meinung von Gerevich ein Kanal ist, was jedoch nicht stimmt. Wahrscheinlicher war sie die Stelle eines Balkens. Die Beziehung zwischen dem Turm und dem rechteckigen Gebäude wird auf dem Foto nicht gezeigt, so bekom­men wir darüber keine genaue Informationen. Von dem langen Gebäude wurden auch wenigen Fotos gemacht. Die Fenster, die auch der Grundrissplan zeigt, sind auf jeden Fall Kellerfenster. Von den Konsolen hat man einige, noch an ihrer originalen Stelle gefunden. Die Steinmetzearbeiten, die auf den Fotos gezeigt werden, sind nicht mehr an ihrem ursprünglichen Ort. Weil wir nicht alle Grundinformationen kennen, sind Parallelen schwer zu finden, ganz gute Parallele gibt es ja auch gar nicht. Mátraszőlős - Kisvár, Márianosztra - Bibevár und Szigliget - Óvár sind solche Befestigungen, wo Turm und Geländeflügel sich in ähnlicher Weise anschließen. Sehr zu wünschen wäre die Suche nach weiteren der verschollenen Dokumentationen, wie das Ausgrabungstagebuch und die Grabungszeichnungen.. Auf alle Fälle wäre eine neue Ausgrabung nötig, die die vielen Fragen vielleicht beantworten kann. 644

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